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Deutsch · Klasse 11 und 12 und 13 · Kapitel

Sprache und Kommunikation: Medium, Konzeption, Nähe und Distanz

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Was ist der Unterschied zwischen Medium und Konzeption, und woran erkennst du das im Text?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Das Medium ist gesprochen oder geschrieben. Die Konzeption ist nah (spontan) oder fern (geplant). Quelle: Koch und Oesterreicher (1985), Sprache der Nähe – Sprache der Distanz, Romanistisches Jahrbuch 36

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Fragen, wer schreibt, für wen und wozu. Daran hängt, ob eine Äußerung nah oder distanziert ist.

  1. ●15
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    Was will dieser Text?
    Lösung zeigen
    1. Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
    2. Der Text endet mit einer Aufforderung und einem Preis.
    3. Also: etwas verkaufen
    Ergebnis:
    etwas verkaufen
  2. ●16
    „Schütte das Wasser in den Topf und warte, bis es kocht.“ Welche Textsorte ist das?
    Lösung zeigen
    1. Frag zuerst: Wer schreibt, und was soll die Leserin danach wissen oder tun?
    2. Die Sätze fordern Schritt für Schritt zum Handeln auf.
    3. Also: Anleitung
    Ergebnis:
    Anleitung

ÜbenWeißt du das noch?

Formelle und vertraute Formulierungen unterscheiden, wie im Anschreiben. Distanzsprache ist geplant und für Fremde.

  1. ●17
    Im Vorstellungsgespräch (Auszug):
    FRAU WEBER: Warum möchtest du gerade bei uns ein Praktikum machen? /
    DENIZ: Ich koche gern, und ich wollte sehen, wie Brot in groß gemacht wird. Außerdem mag ich es, wenn am Stand viel los ist. /
    FRAU WEBER: Unser Tag beginnt um sechs. Wie kommst du so früh her? /
    DENIZ: Mit dem Rad, das sind zehn Minuten. Am Markttag stehe ich sowieso um fünf auf. /
    FRAU WEBER: Hast du noch eine Frage an uns? /
    DENIZ: Ja. Darf ich auch einmal beim Backen helfen und nicht nur im Verkauf?

    Welche Antwort auf „Was sind deine Schwächen?“ ist am besten?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Satz so, als wärst du die Person, die ihn im Betrieb bekommt.
    2. Eine ehrliche Schwäche mit einem Weg, daran zu arbeiten, wirkt glaubwürdig.
    3. Also: Ich bin manchmal ungeduldig. Ich übe, erst zuzuhören.
    Ergebnis:
    Ich bin manchmal ungeduldig. Ich übe, erst zuzuhören.
  2. ●18
    Welcher Satz passt als letzter Satz vor dem Gruß?
    Lösung zeigen
    1. Lies den Satz so, als wärst du die Person, die ihn im Betrieb bekommt.
    2. Der Schlusssatz bittet höflich um ein Gespräch, ohne sich kleinzumachen.
    3. Also: Über eine Einladung zu einem Gespräch freue ich mich.
    Ergebnis:
    Über eine Einladung zu einem Gespräch freue ich mich.

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenMedium und Konzeption sind zwei Fragen

Medial ist eine Äußerung gesprochen oder geschrieben. Konzeptionell ist sie mündlich (spontan, vertraut) oder schriftlich (geplant, distanziert). Beides lässt sich kreuzen: Ein Chat ist geschrieben, aber nah. Merkmale: Satzbau, Wortwahl, Partikeln.

WeiterdenkenDenk nach

Ein Vortrag wird gesprochen. Warum ist er trotzdem konzeptionell schriftlich?

1Ich unterscheide medial und konzeptionell mündliche und schriftliche Äußerungen.

EntdeckenFrage

Was ist der Unterschied zwischen Medium und Konzeption, und woran erkennst du das im Text?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Das Medium ist gesprochen oder geschrieben. Die Konzeption ist nah (spontan) oder fern (geplant).

MerkenMedium und Konzeption

Medial heißt: gesprochen oder geschrieben.

Konzeptionell heißt: spontan und vertraut oder geplant und distanziert. Ein Chat ist medial schriftlich und oft konzeptionell mündlich.

BeispielMedial und konzeptionell einordnen

Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
Eine Gebrauchsanweisung
Schritt für Schritt
  1. Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
  2. Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
  3. Also: medial schriftlich, konzeptionell schriftlich.
  1. Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
  2. Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
  3. Also: medial schriftlich, konzeptionell schriftlich.
Ergebnis:
medial schriftlich, konzeptionell schriftlich

AchtungForm des Textes verwechselt: Medium und Konzeption

So nicht
Ein Vortrag ist mündlich, also ist er auch konzeptionell mündlich.
So richtig
Medial mündlich (gesprochen), aber konzeptionell schriftlich (geplant, distanziert). Medium und Konzeption getrennt prüfen.

Zwei Fragen getrennt stellen: gesprochen oder geschrieben? Spontan oder geplant?

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
    Ein Telefonat mit der Großmutter
    So fängst du an:
    Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
    Lösung zeigen
    1. Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
    2. Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
    3. Also: medial mündlich, konzeptionell mündlich.
    Ergebnis:
    medial mündlich, konzeptionell mündlich
  2. ●2
    Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
    Ein Gespräch unter Freundinnen in der Pause
    Lösung zeigen
    1. Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
    2. Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
    3. Also: medial mündlich, konzeptionell mündlich.
    Ergebnis:
    medial mündlich, konzeptionell mündlich
  3. ★3
    Ordnen Sie die Äußerung nach Medium und Konzeption ein.
    Eine Predigt, Wort für Wort vom Blatt gelesen
    Lösung zeigen
    1. Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
    2. Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
    3. Also: medial mündlich, konzeptionell schriftlich.
    Ergebnis:
    medial mündlich, konzeptionell schriftlich

2Ich erkenne Merkmale der Nähe- und der Distanzsprache.

EntdeckenFrage

Warum ist ein Chat geschrieben, aber nah?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Er ist spontan und zwischen Vertrauten. Er ist medial schriftlich und konzeptionell mündlich.

MerkenNähe und Distanz

Nähesprache ist spontan, vertraut und oft an Ort und Zeit der Beteiligten gebunden.

Distanzsprache ist geplant, öffentlich und für Fremde. Das Medium allein entscheidet nicht (Koch und Oesterreicher).

BeispielNähe- und Distanzsprache

Wofür spricht dieses Merkmal?
Der Text ist für viele Leser zugleich bestimmt.
Schritt für Schritt
  1. Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
  2. Es zeigt Planung, Öffentlichkeit oder Fremdheit.
  3. Also: Distanzsprache
  1. Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
  2. Es zeigt Planung, Öffentlichkeit oder Fremdheit.
  3. Also: Distanzsprache
Ergebnis:
Distanzsprache

AchtungFormulierung passt nicht zum Anlass: Nähe oder Distanz

So nicht
Ein Chat unter Freunden ist Distanzsprache, weil er geschrieben ist.
So richtig
Geschrieben, aber spontan und vertraut: Nähesprache. Vertrautheit und Planung zählen, nicht das Medium.

Sind die Beteiligten vertraut oder fremd, ist die Äußerung spontan oder geplant?

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Wofür spricht dieses Merkmal?
    Der Wortlaut ist festgelegt und lässt sich nachlesen.
    So fängst du an:
    Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
    Lösung zeigen
    1. Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
    2. Es zeigt Planung, Öffentlichkeit oder Fremdheit.
    3. Also: Distanzsprache
    Ergebnis:
    Distanzsprache
  2. ●5
    Wofür spricht dieses Merkmal?
    Der Text wird am Bildschirm getippt.
    Lösung zeigen
    1. Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
    2. Es betrifft nur den Kanal.
    3. Also: nur Medialität
    Ergebnis:
    nur Medialität
  3. ★6
    Wofür spricht dieses Merkmal?
    Der Text ist mit der Hand geschrieben.
    Lösung zeigen
    1. Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
    2. Es betrifft nur den Kanal.
    3. Also: nur Medialität
    Ergebnis:
    nur Medialität

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●7
    Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
    Ein wissenschaftlicher Aufsatz
    Lösung zeigen
    1. Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
    2. Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
    3. Also: medial schriftlich, konzeptionell schriftlich.
    Ergebnis:
    medial schriftlich, konzeptionell schriftlich
  2. ●8
    Wofür spricht dieses Merkmal?
    Der Text wird über Lautsprecher übertragen.
    Lösung zeigen
    1. Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
    2. Es betrifft nur den Kanal.
    3. Also: nur Medialität
    Ergebnis:
    nur Medialität
  3. ●9
    Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
    Ein spontaner Kommentar unter einem Video
    Lösung zeigen
    1. Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
    2. Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
    3. Also: medial schriftlich, konzeptionell mündlich.
    Ergebnis:
    medial schriftlich, konzeptionell mündlich
  4. ●10
    Wofür spricht dieses Merkmal?
    Die Beteiligten können sofort nachfragen.
    Lösung zeigen
    1. Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
    2. Es zeigt Spontaneität oder Vertrautheit.
    3. Also: Nähesprache
    Ergebnis:
    Nähesprache
  5. ●11
    Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
    Ein Einkaufszettel: Milch, Brot, Eier
    Lösung zeigen
    1. Zuerst das Medium bestimmen: Laut oder Schrift.
    2. Dann die Sprache prüfen: spontan und vertraut oder geplant und distanziert.
    3. Also: medial schriftlich, konzeptionell mündlich.
    Ergebnis:
    medial schriftlich, konzeptionell mündlich
  6. ●12
    Wofür spricht dieses Merkmal?
    spontan, ohne Planung
    Lösung zeigen
    1. Klären, ob das Merkmal den Kanal oder die Sprache und Situation betrifft.
    2. Es zeigt Spontaneität oder Vertrautheit.
    3. Also: Nähesprache
    Ergebnis:
    Nähesprache

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Medium und Konzeption
Medial heißt: gesprochen oder geschrieben.
Nähe und Distanz
Nähesprache ist spontan, vertraut und oft an Ort und Zeit der Beteiligten gebunden.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich unterscheide medial und konzeptionell mündliche und schriftliche Äußerungen.

    13
    Wie lässt sich diese Äußerung nach Koch und Oesterreicher einordnen?
    Eine Predigt, Wort für Wort vom Blatt gelesen
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    medial mündlich, konzeptionell schriftlich
  2. Ich erkenne Merkmale der Nähe- und der Distanzsprache.

    14
    Wofür spricht dieses Merkmal?
    Umgangssprache und Wörter aus der Region
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Nähesprache

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Was ist der Unterschied zwischen Medium und Konzeption, und woran erkennst du das im Text?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Das Medium ist gesprochen oder geschrieben. Die Konzeption ist nah (spontan) oder fern (geplant).

Lösungen

  1. medial mündlich, konzeptionell mündlich
  2. medial mündlich, konzeptionell mündlich
  3. medial mündlich, konzeptionell schriftlich
  4. Distanzsprache
  5. nur Medialität
  6. nur Medialität
  7. medial schriftlich, konzeptionell schriftlich
  8. nur Medialität
  9. medial schriftlich, konzeptionell mündlich
  10. Nähesprache
  11. medial schriftlich, konzeptionell mündlich
  12. Nähesprache
  13. medial mündlich, konzeptionell schriftlich
  14. Nähesprache
  15. etwas verkaufen
  16. Anleitung
  17. Ich bin manchmal ungeduldig. Ich übe, erst zuzuhören.
  18. Über eine Einladung zu einem Gespräch freue ich mich.