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Deutsch · Klasse 9 und 10 · Kapitel

Konjunktiv und indirekte Rede

EntdeckenDie Frage zum Kapitel

Wozu braucht man die indirekte Rede?

Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Für die Lehrkraft: Um fremde Aussagen wiederzugeben, ohne sie sich zu eigen zu machen. Zeitungen verwenden sie ständig. Quelle: Duden, Die Grammatik (Band 4)

  • Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
  • Merken kommt ins Heft
  • Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
  • Üben selbst rechnen
  • Achtung typischer Fehler
  • Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen

○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.

Fit für das Kapitel?

Das brauchst du aus früheren Themen. Klappt es nicht, frag nach, bevor es losgeht.

ÜbenWeißt du das noch?

Das Präteritum starker Verben kennen: kam, war, hatte. Der Konjunktiv II kommt davon.

  1. ●19
    Wie heißt der Satz im Perfekt?
    Oma springt ins Wasser.
    Lösung zeigen
    1. Perfekt: Hilfsverb haben oder sein in der Gegenwart und das Partizip am Ende.
    2. Bei „springen“: sein … gesprungen.
    3. Also: Oma ist ins Wasser gesprungen.
    Ergebnis:
    Oma ist ins Wasser gesprungen.
  2. ●20
    Wie heißt der Satz im Präteritum?
    Elif geht nach Hause.
    Lösung zeigen
    1. Präteritum: Nur ein Verb in der Vergangenheitsform.
    2. Bei „gehen“: ging.
    3. Also: Elif ging nach Hause.
    Ergebnis:
    Elif ging nach Hause.

ÜbenWeißt du das noch?

Wörtliche Rede erkennen: Was genau hat die Person gesagt? Die indirekte Rede gibt es wieder.

  1. ●21
    Wo stehen die Redezeichen richtig?
    Der Trainer fragt Wer hat gewonnen
    Lösung zeigen
    1. Trenne Begleitsatz und Rede: Wer spricht, und was sagt die Person?
    2. Nach dem Begleitsatz kommt ein Doppelpunkt, dann die Rede in Redezeichen.
    3. Also: Der Trainer fragt: „Wer hat gewonnen?“
    Ergebnis:
    Der Trainer fragt: „Wer hat gewonnen?“
  2. ●22
    Wo stehen die Redezeichen richtig?
    Tim ruft Wir sind fertig
    Lösung zeigen
    1. Trenne Begleitsatz und Rede: Wer spricht, und was sagt die Person?
    2. Nach dem Begleitsatz kommt ein Doppelpunkt, dann die Rede in Redezeichen.
    3. Also: Tim ruft: „Wir sind fertig.“
    Ergebnis:
    Tim ruft: „Wir sind fertig.“

So kannst du es dir vorstellen

EntdeckenDer Konjunktiv zeigt Abstand

Der Konjunktiv I gibt in der indirekten Rede wieder, was andere sagen, ohne es zu übernehmen. Sieht er wie der Indikativ aus, nimmt man den Konjunktiv II. Der Konjunktiv II drückt außerdem Mögliches und Unwirkliches aus.

WeiterdenkenDenk nach

Er sagte, er „hat“ keine Zeit. Was verrät die Schreibweise über deine Haltung zur Aussage, und wie änderst du es?

1Ich unterscheide Indikativ, Konjunktiv I und Konjunktiv II.

EntdeckenFrage

Wozu braucht man die indirekte Rede?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Um fremde Aussagen wiederzugeben, ohne sie sich zu eigen zu machen. Zeitungen verwenden sie ständig.

MerkenDrei Modi

Indikativ: So ist es. Konjunktiv I: So hat es jemand gesagt – er sei, sie habe.

Konjunktiv II: So ist es nicht wirklich – wenn ich Zeit hätte.

BeispielIndikativ, Konjunktiv I oder Konjunktiv II

In welchem Modus steht das fett gedruckte Verb?
Tom hat heute keine Zeit.
Schritt für Schritt
  1. Vergleiche mit der Wirklichkeitsform.
  2. Das ist die Wirklichkeitsform: So ist es.
  3. Also: Indikativ.
  1. Vergleiche mit der Wirklichkeitsform.
  2. Das ist die Wirklichkeitsform: So ist es.
  3. Also: Indikativ.
Ergebnis:
Indikativ

AchtungModus verwechselt: Konjunktiv und Indikativ

So nicht
Er behauptete, er hat es gewusst.
So richtig
Er behauptete, er habe es gewusst. Der Konjunktiv I zeigt: Der Schreibende übernimmt die Aussage nicht.

Mit der Wirklichkeitsform vergleichen: Ist das Verb anders?

ÜbenJetzt du

  1. ○1
    In welchem Modus steht das fett gedruckte Verb?
    Wenn es nicht regnete, könnten wir draußen spielen.
    So fängst du an:
    Vergleiche mit der Wirklichkeitsform.
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche mit der Wirklichkeitsform.
    2. Der Konjunktiv II sagt, was nur gedacht ist, oder ersetzt einen unklaren Konjunktiv I.
    3. Also: Konjunktiv II.
    Ergebnis:
    Konjunktiv II
  2. ●2
    In welchem Modus steht das fett gedruckte Verb?
    Er sagt, dass er krank ist.
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche mit der Wirklichkeitsform.
    2. Das ist die Wirklichkeitsform: So ist es.
    3. Also: Indikativ.
    Ergebnis:
    Indikativ
  3. ★3
    In welchem Modus steht das fett gedruckte Verb?
    Ohne dich hätten wir verloren.
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche mit der Wirklichkeitsform.
    2. Der Konjunktiv II sagt, was nur gedacht ist, oder ersetzt einen unklaren Konjunktiv I.
    3. Also: Konjunktiv II.
    Ergebnis:
    Konjunktiv II

2Ich gebe Aussagen in indirekter Rede mit dem Konjunktiv I wieder.

EntdeckenFrage

Wie bildet man den Konjunktiv I?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Vom Verbstamm: er sei, sie habe, es gebe. Sieht er wie der Indikativ aus, nimmt man den Konjunktiv II.

MerkenIndirekte Rede

In der indirekten Rede wird aus ich er oder sie.

Das Verb steht im Konjunktiv: Tom sagt, er habe Zeit.

BeispielIndirekte Rede mit Konjunktiv

Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
Die Ärztin sagt: „Ich komme später.“
Schritt für Schritt
  1. Pronomen verschieben: aus ich wird sie.
  2. Konjunktiv I: sie komme.
  3. Also: Die Ärztin sagt, sie komme später.
  1. Pronomen verschieben: aus ich wird sie.
  2. Konjunktiv I: sie komme.
  3. Also: Die Ärztin sagt, sie komme später.
Ergebnis:
Die Ärztin sagt, sie komme später.

AchtungIndirekte Rede ohne Konjunktiv

So nicht
Sie sagte, sie hat keine Zeit. (indirekte Rede im Indikativ)
So richtig
Sie sagte, sie habe keine Zeit. Die indirekte Rede steht im Konjunktiv I.

Pronomen verschieben, dann Konjunktiv I – oder II, wenn er gleich aussieht.

ÜbenJetzt du

  1. ○4
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Der Trainer sagt: „Ich bin nicht zufrieden.“
    So fängst du an:
    Pronomen verschieben: aus ich wird er.
    Lösung zeigen
    1. Pronomen verschieben: aus ich wird er.
    2. Konjunktiv I: er sei.
    3. Also: Der Trainer sagt, er sei nicht zufrieden.
    Ergebnis:
    Der Trainer sagt, er sei nicht zufrieden.
  2. ●5
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Der Trainer sagt: „Ich bin müde.“
    Lösung zeigen
    1. Pronomen verschieben: aus ich wird er.
    2. Konjunktiv I: er sei.
    3. Also: Der Trainer sagt, er sei müde.
    Ergebnis:
    Der Trainer sagt, er sei müde.
  3. ★6
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Frau Kaya sagt: „Ich weiß die Antwort.“
    Lösung zeigen
    1. Pronomen verschieben: aus ich wird sie.
    2. Konjunktiv I: sie wisse.
    3. Also: Frau Kaya sagt, sie wisse die Antwort.
    Ergebnis:
    Frau Kaya sagt, sie wisse die Antwort.

3Ich nehme den Konjunktiv II, wenn der Konjunktiv I wie der Indikativ aussieht.

EntdeckenFrage

Wann braucht man den Konjunktiv II?

Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.

Auflösung

Für Mögliches und Unwirkliches: Wenn ich Zeit hätte, käme ich. Zugleich als Ersatz in der indirekten Rede.

MerkenDie Ersatzform

Gleicht der Konjunktiv I dem Indikativ, nimm den Konjunktiv II.

Aus sie haben wird sie hätten.

BeispielIndirekte Rede mit Ersatzform im Konjunktiv II

Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
Die Kinder sagen: „Wir wissen die Antwort.“
Schritt für Schritt
  1. Pronomen verschieben: aus wir wird sie.
  2. Konjunktiv I wäre „sie wissen“ – gleich dem Indikativ. Also Konjunktiv II: sie wüssten.
  3. Also: Die Kinder sagen, sie wüssten die Antwort.
  1. Pronomen verschieben: aus wir wird sie.
  2. Konjunktiv I wäre „sie wissen“ – gleich dem Indikativ. Also Konjunktiv II: sie wüssten.
  3. Also: Die Kinder sagen, sie wüssten die Antwort.
Ergebnis:
Die Kinder sagen, sie wüssten die Antwort.

AchtungNoch einmal: Indirekte Rede ohne Konjunktiv

So nicht
Sie sagte, sie hat keine Zeit. (indirekte Rede im Indikativ)
So richtig
Sie sagte, sie habe keine Zeit. Die indirekte Rede steht im Konjunktiv I.

Pronomen verschieben, dann Konjunktiv I – oder II, wenn er gleich aussieht.

ÜbenJetzt du

  1. ○7
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Die Nachbarn sagen: „Wir dürfen heute länger bleiben.“
    So fängst du an:
    Pronomen verschieben: aus wir wird sie.
    Lösung zeigen
    1. Pronomen verschieben: aus wir wird sie.
    2. Konjunktiv I wäre „sie dürfen“ – gleich dem Indikativ. Also Konjunktiv II: sie dürften.
    3. Also: Die Nachbarn sagen, sie dürften heute länger bleiben.
    Ergebnis:
    Die Nachbarn sagen, sie dürften heute länger bleiben.
  2. ●8
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Die Nachbarn sagen: „Wir müssen noch lernen.“
    Lösung zeigen
    1. Pronomen verschieben: aus wir wird sie.
    2. Konjunktiv I wäre „sie müssen“ – gleich dem Indikativ. Also Konjunktiv II: sie müssten.
    3. Also: Die Nachbarn sagen, sie müssten noch lernen.
    Ergebnis:
    Die Nachbarn sagen, sie müssten noch lernen.
  3. ★9
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Frau Kaya sagt: „Ich brauche Hilfe.“
    Lösung zeigen
    1. Pronomen verschieben: aus ich wird sie.
    2. Konjunktiv I: sie brauche.
    3. Also: Frau Kaya sagt, sie brauche Hilfe.
    Ergebnis:
    Frau Kaya sagt, sie brauche Hilfe.

Vermischte Übungen

Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?

Üben

  1. ●10
    In welchem Modus steht das fett gedruckte Verb?
    Die Straße wird gesperrt.
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche mit der Wirklichkeitsform.
    2. Das ist die Wirklichkeitsform: So ist es.
    3. Also: Indikativ.
    Ergebnis:
    Indikativ
  2. ●11
    In welcher Zeitform steht der Satz?
    Mein Bruder trinkt Tee.
    Lösung zeigen
    1. Suche alle Teile des Verbs – auch am Satzende.
    2. Nur ein Verb in der Gegenwartsform – das ist Präsens.
    3. Also: Präsens.
    Ergebnis:
    Präsens
  3. ●12
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Tom sagt: „Ich will ins Kino.“
    Lösung zeigen
    1. Pronomen verschieben: aus ich wird er.
    2. Konjunktiv I: er wolle.
    3. Also: Tom sagt, er wolle ins Kino.
    Ergebnis:
    Tom sagt, er wolle ins Kino.
  4. ●13
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Die Nachbarn sagen: „Wir haben keine Zeit.“
    Lösung zeigen
    1. Pronomen verschieben: aus wir wird sie.
    2. Konjunktiv I wäre „sie haben“ – gleich dem Indikativ. Also Konjunktiv II: sie hätten.
    3. Also: Die Nachbarn sagen, sie hätten keine Zeit.
    Ergebnis:
    Die Nachbarn sagen, sie hätten keine Zeit.
  5. ●14
    In welchem Modus steht das fett gedruckte Verb?
    Er wäre gern Pilot.
    Lösung zeigen
    1. Vergleiche mit der Wirklichkeitsform.
    2. Der Konjunktiv II sagt, was nur gedacht ist, oder ersetzt einen unklaren Konjunktiv I.
    3. Also: Konjunktiv II.
    Ergebnis:
    Konjunktiv II
  6. ●15
    In welcher Zeitform steht der Satz?
    Mein Bruder fährt nach Berlin.
    Lösung zeigen
    1. Suche alle Teile des Verbs – auch am Satzende.
    2. Nur ein Verb in der Gegenwartsform – das ist Präsens.
    3. Also: Präsens.
    Ergebnis:
    Präsens

Auf einen Blick

MerkenDas Wichtigste

Drei Modi
Indikativ: So ist es. Konjunktiv I: So hat es jemand gesagt – er sei, sie habe.
Indirekte Rede
In der indirekten Rede wird aus ich er oder sie.
Die Ersatzform
Gleicht der Konjunktiv I dem Indikativ, nimm den Konjunktiv II.

AchtungZeitform am einzelnen Wort erkannt

So nicht
Wenn ich Zeit hätte, ginge ich: Präteritum.
So richtig
Das ist Konjunktiv II. Er wird vom Präteritum abgeleitet (hatte → hätte), meint aber das Mögliche.

Alle Teile des Verbs ansehen. Der Konjunktiv II kommt vom Präteritum: war – wäre.

Kannst du das?

Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.

ÜbenSelbsttest

  1. Ich unterscheide Indikativ, Konjunktiv I und Konjunktiv II.

    16
    In welchem Modus steht das fett gedruckte Verb?
    Wenn es regnet, bleiben wir drinnen.
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Indikativ
  2. Ich gebe Aussagen in indirekter Rede mit dem Konjunktiv I wieder.

    17
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Tom sagt: „Ich bin müde.“
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Tom sagt, er sei müde.
  3. Ich nehme den Konjunktiv II, wenn der Konjunktiv I wie der Indikativ aussieht.

    18
    Gib die Aussage in indirekter Rede wieder.
    Die Nachbarn sagen: „Wir kommen später.“
    Lösung zeigen
    Ergebnis:
    Die Nachbarn sagen, sie kämen später.

Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.

Die Frage vom Anfang

EntdeckenRückschau

Wozu braucht man die indirekte Rede?

Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?

Auflösung

Um fremde Aussagen wiederzugeben, ohne sie sich zu eigen zu machen. Zeitungen verwenden sie ständig.

Lösungen

  1. Konjunktiv II
  2. Indikativ
  3. Konjunktiv II
  4. Der Trainer sagt, er sei nicht zufrieden.
  5. Der Trainer sagt, er sei müde.
  6. Frau Kaya sagt, sie wisse die Antwort.
  7. Die Nachbarn sagen, sie dürften heute länger bleiben.
  8. Die Nachbarn sagen, sie müssten noch lernen.
  9. Frau Kaya sagt, sie brauche Hilfe.
  10. Indikativ
  11. Präsens
  12. Tom sagt, er wolle ins Kino.
  13. Die Nachbarn sagen, sie hätten keine Zeit.
  14. Konjunktiv II
  15. Präsens
  16. Indikativ
  17. Tom sagt, er sei müde.
  18. Die Nachbarn sagen, sie kämen später.
  19. Oma ist ins Wasser gesprungen.
  20. Elif ging nach Hause.
  21. Der Trainer fragt: „Wer hat gewonnen?“
  22. Tim ruft: „Wir sind fertig.“