Chemie · Klasse 8 · Kapitel
Wasser – eine Verbindung
EntdeckenDie Frage zum Kapitel
Warum hielt man Wasser lange für ein Element, obwohl es zwei Stoffe enthält?
Schreib eine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Für die Lehrkraft: Weil man es nicht zerlegen konnte. Henry Cavendish verbrannte 1781 Wasserstoff und fand, dass dabei Wasser entsteht. Wasser ist also eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff, und das Verhältnis der Atome ist 2 zu 1. Quelle: Henry Cavendish, Experiments on Air, Philosophical Transactions 1784
- Entdecken Frage, Vorstellung, Bild
- Merken kommt ins Heft
- Beispiel vorgerechnet, Schritt für Schritt
- Üben selbst rechnen
- Achtung typischer Fehler
- Weiterdenken zum Knobeln und Vernetzen
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe. Du rechnest ins Heft.
1Ich beschreibe Wasser als Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff.
EntdeckenFrage
Warum hielt man Wasser lange für ein Element, obwohl es zwei Stoffe enthält?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Weil man es nicht zerlegen konnte. Henry Cavendish verbrannte 1781 Wasserstoff und fand, dass dabei Wasser entsteht. Wasser ist also eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff, und das Verhältnis der Atome ist 2 zu 1.
MerkenWasser ist eine Verbindung
Wasser ist eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff.
Das Atomverhältnis ist 2 : 1, die Formel H₂O.
BeispielWasser ist eine Verbindung
Schritt für Schritt
- Sauerstoff in 36 g: 36 g − 4 g = 32 g
- In 72 g: 32 g · 2 = 64 g
- Sauerstoff in 36 g: 36 g − 4 g = 32 g
- In 72 g: 32 g · 2 = 64 g
AchtungWasser als Gemisch oder Gelöstes als verschwunden gedeutet
Salz in Wasser gerührt → das Salz ist weg
Das Salz ist noch da, nur fein verteilt. Wasser verdunsten lassen → das Salz bleibt zurück
Wasser ist eine Verbindung. Was sich löst, ist noch da.
ÜbenJetzt du
- ○1Bei der Elektrolyse von Wasser entstehen 4 mL Sauerstoff. Bestimme: Wie viel Wasserstoff entsteht dabei?So fängst du an:H₂O: doppelt so viele H wie O.
Lösung zeigen
- H₂O: doppelt so viele H wie O.
- Volumen Wasserstoff zu Sauerstoff: 2 : 1.
- 2 · 4 mL = 8 mL.
Ergebnis:8 mL - ●2Bei der Elektrolyse von Wasser entstehen 20 mL Sauerstoff. Bestimme: Wie viel Wasserstoff entsteht dabei?
Lösung zeigen
- H₂O: doppelt so viele H wie O.
- Volumen Wasserstoff zu Sauerstoff: 2 : 1.
- 2 · 20 mL = 40 mL.
Ergebnis:40 mL - ★3Was gehört NICHT zu einem Wassermolekül?
Lösung zeigen
- H₂O: Wasserstoff- und Sauerstoffatome.
- Luft ist ein Gemisch aus Gasen.
- Luft ist nicht Teil des Moleküls.
Ergebnis:Ein Teilchen Luft
2Ich deute die Analyse und die Synthese von Wasser.
EntdeckenFrage
Wer hat zum ersten Mal Wasser mit Strom in zwei Gase zerlegt?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
William Nicholson und Anthony Carlisle 1800, kurz nach der Erfindung der Batterie. An einem Draht stieg Wasserstoff auf, am anderen Sauerstoff, im Raumverhältnis 2 zu 1. Das Zerlegen heißt Analyse, das Zusammenfügen Synthese.
MerkenAnalyse und Synthese
Analyse heißt zerlegen, Synthese heißt aufbauen.
Wasser → Wasserstoff + Sauerstoff ist eine Analyse, der umgekehrte Weg eine Synthese.
BeispielAnalyse und Synthese des Wassers
Schritt für Schritt
- Sauerstoff in 45 g: 45 g − 5 g = 40 g
- In 225 g: 40 g · 5 = 200 g
- Sauerstoff in 45 g: 45 g − 5 g = 40 g
- In 225 g: 40 g · 5 = 200 g
AchtungWasser als Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff
Im Wasser sind Wasserstoff und Sauerstoff gemischt.
Wasser ist eine Verbindung. Wasserstoff und Sauerstoff entstehen erst bei der Zerlegung.
Prüfe die Eigenschaften: Löscht Wasser oder brennt es? Und Wasserstoff?
ÜbenJetzt du
- ○4Bei der Elektrolyse von Wasser entstehen 10 mL Wasserstoff. Bestimme: Wie viel Gas entsteht insgesamt?So fängst du an:Sauerstoff in mL: 10 : 2 = 5
Lösung zeigen
- Sauerstoff in mL: 10 : 2 = 5
- Zusammen in mL: 10 + 5 = 15
Ergebnis:15 mL - ●5In 36 g Wasser stecken 4 g Wasserstoff, der Rest ist Sauerstoff. Bestimme: Wie viel Sauerstoff steckt in 108 g Wasser?
Lösung zeigen
- Sauerstoff in 36 g: 36 g − 4 g = 32 g
- In 108 g: 32 g · 3 = 96 g
Ergebnis:96 g - ★6Bei der Elektrolyse muss dauernd Strom fließen. Bei der Knallgasprobe knallt es. Was folgt?
Lösung zeigen
- Dauernd Energie zuführen: endotherm.
- Energie wird frei: exotherm.
- Hin- und Rückweg haben entgegengesetzte Vorzeichen.
Ergebnis:Zerlegen ist endotherm, Bilden exotherm
3Ich stelle die Reaktionsgleichung für die Bildung von Wasser auf.
EntdeckenFrage
Wie viel Wasserstoff steckt in einem Liter Wasser?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Rund 112 Gramm, das sind mehr als 1,3 Kubikmeter Gas. Die Gleichung 2 Wasser wird zu 2 Wasserstoff plus Sauerstoff zeigt: Aus jedem Teilchen Wasser entsteht ein Teilchen Wasserstoff, und das Volumen verdoppelt sich im Vergleich zum Sauerstoff.
MerkenReaktionsgleichung
Ausgeglichen wird mit Zahlen vor den Formeln, nie im Index.
Beispiel: 2 H₂ + O₂ → 2 H₂O – die Formel H₂O bleibt, wie sie ist.
BeispielReaktionsgleichung ausgleichen
Schritt für Schritt
- Zähle die Atome jeder Sorte links und rechts.
- Links 1 Fe und 1 S, rechts 1 Fe und 1 S.
- Die Gleichung ist bereits ausgeglichen – auch das kommt vor.
- Ergebnis: Fe + S → FeS
- Zähle die Atome jeder Sorte links und rechts.
- Links 1 Fe und 1 S, rechts 1 Fe und 1 S.
- Die Gleichung ist bereits ausgeglichen – auch das kommt vor.
- Ergebnis: Fe + S → FeS
AchtungIndizes statt Koeffizienten geändert
H₂ + O₂ → H₂O₂
2 H₂ + O₂ → 2 H₂O (Zahlen VOR die Formel, nie in den Index)
Ausgleichen heißt: Zahlen VOR die Formel schreiben. Wer H₂O zu H₂O₂ macht, hat einen anderen Stoff.
ÜbenJetzt du
- ○7Gleiche die Reaktionsgleichung aus: Mg + O2 → MgOSo fängst du an:Zähle die Atome jeder Sorte links und rechts.
Lösung zeigen
- Zähle die Atome jeder Sorte links und rechts.
- Rechts steht 1 O, links 2 O – also rechts 2 MgO.
- Damit stehen rechts 2 Mg, also links auch 2 Mg.
- Ergebnis: 2 Mg + O2 → 2 MgO
Ergebnis:2 Mg + O2 → 2 MgO - ●8Gleiche die Reaktionsgleichung aus: C + O2 → CO2
Lösung zeigen
- Zähle die Atome jeder Sorte links und rechts.
- Links 1 C und 2 O, rechts 1 C und 2 O.
- Bereits ausgeglichen.
- Ergebnis: C + O2 → CO2
Ergebnis:C + O2 → CO2 - ★9Gleiche die Reaktionsgleichung aus: Al + O2 → Al2O3
Lösung zeigen
- Zähle die Atome jeder Sorte links und rechts.
- Sauerstoff: links immer gerade, rechts 3 – also rechts 2 Al₂O₃ (6 O), links 3 O₂.
- Aluminium: rechts 4, also links 4 Al.
- Ergebnis: 4 Al + 3 O2 → 2 Al2O3
Ergebnis:4 Al + 3 O2 → 2 Al2O3
4Ich erkläre die Anomalie des Wassers.
EntdeckenFrage
Warum schwimmt Eis auf dem See, und warum ist das für Fische wichtig?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Wasser hat bei 4 Grad Celsius seine größte Dichte, Eis ist mit 0,92 Gramm pro Kubikzentimeter leichter. Deshalb friert ein See von oben nach unten zu. Unten bleibt es bei 4 Grad Celsius, und Fische überleben.
MerkenAnomalie des Wassers
Wasser hat bei 4 °C seine größte Dichte.
Eis schwimmt deshalb – und Seen frieren von oben zu, nicht von unten.
BeispielDie Anomalie des Wassers
Schritt für Schritt
- Dichten vergleichen.
- Eis: 0,92 g/cm³, Speiseöl: 0,9 g/cm³.
- Die Flüssigkeit ist weniger dicht: Eis sinkt.
- Dichten vergleichen.
- Eis: 0,92 g/cm³, Speiseöl: 0,9 g/cm³.
- Die Flüssigkeit ist weniger dicht: Eis sinkt.
AchtungEis dichter als Wasser
Eis ist fest, also schwerer als Wasser.
Eis hat eine kleinere Dichte als Wasser. Deshalb schwimmt es.
Denk an eine volle Flasche im Gefrierfach. Was passiert mit ihr?
ÜbenJetzt du
- ○10Ein Eiswürfel (0,92 g/cm³) kommt in Meerwasser (1,03 g/cm³). Entscheide: Schwimmt er oder sinkt er?So fängst du an:Dichten vergleichen.
Lösung zeigen
- Dichten vergleichen.
- Eis: 0,92 g/cm³, Meerwasser: 1,03 g/cm³.
- Die Flüssigkeit ist dichter: Eis schwimmt.
Ergebnis:Er schwimmt, Eis ist weniger dicht - ●11Ein Eiswürfel (0,92 g/cm³) kommt in Milch (1,03 g/cm³). Entscheide: Schwimmt er oder sinkt er?
Lösung zeigen
- Dichten vergleichen.
- Eis: 0,92 g/cm³, Milch: 1,03 g/cm³.
- Die Flüssigkeit ist dichter: Eis schwimmt.
Ergebnis:Er schwimmt, Eis ist weniger dicht - ★12Ein Eiswürfel (0,92 g/cm³) kommt in Aceton (0,79 g/cm³). Entscheide: Schwimmt er oder sinkt er?
Lösung zeigen
- Dichten vergleichen.
- Eis: 0,92 g/cm³, Aceton: 0,79 g/cm³.
- Die Flüssigkeit ist weniger dicht: Eis sinkt.
Ergebnis:Er sinkt, Eis ist dichter
5Ich beschreibe Wasser als Lösemittel.
EntdeckenFrage
Warum treibt man im Toten Meer, ohne zu schwimmen?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Das Wasser enthält rund 340 Gramm gelöstes Salz pro Liter, zehnmal so viel wie die Nordsee. Dadurch hat es eine höhere Dichte als der Körper. Wasser kann Salze lösen, weil es ein Lösemittel ist.
MerkenLösemittel
Wasser löst viele Stoffe, weil seine Teilchen zwei geladene Seiten haben.
Was sich löst, verschwindet nicht: Es ist nur fein verteilt.
BeispielWasser als Lösemittel
Schritt für Schritt
- Der Kochsalz ist noch da, nur fein verteilt.
- Massen addieren.
- 150 g + 20 g = 170 g.
- Der Kochsalz ist noch da, nur fein verteilt.
- Massen addieren.
- 150 g + 20 g = 170 g.
AchtungGelöster Stoff ist verschwunden
Der Zucker ist weg, das Wasser wiegt wie vorher.
Der Zucker ist fein verteilt. Die Lösung wiegt so viel wie Wasser und Zucker zusammen.
Frag dich: Schmeckt die Lösung süß? Dann ist der Zucker noch da.
ÜbenJetzt du
- ○1320 g Zucker werden in 50 g Wasser gelöst. Bestimme: Wie schwer ist die Lösung?So fängst du an:Der Zucker ist noch da, nur fein verteilt.
Lösung zeigen
- Der Zucker ist noch da, nur fein verteilt.
- Massen addieren.
- 50 g + 20 g = 70 g.
Ergebnis:70 g - ●146 g Kochsalz werden in 54 g Wasser gelöst. Bestimme: Wie viel Prozent der Lösung sind Kochsalz?
Lösung zeigen
- Lösung: 6 g + 54 g = 60 g
- Anteil: 6 g · 100 : 60 g = 10 %
Ergebnis:10 % - ★1530 g Traubenzucker werden in 120 g Wasser gelöst. Bestimme: Wie viel Prozent der Lösung sind Traubenzucker?
Lösung zeigen
- Lösung: 30 g + 120 g = 150 g
- Anteil: 30 g · 100 : 150 g = 20 %
Ergebnis:20 %
6Ich unterscheide Lösung, Emulsion und Suspension.
EntdeckenFrage
Warum trennen sich Öl und Wasser, aber Mayonnaise nicht?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Öl und Wasser mischen sich nicht. In Mayonnaise sorgt das Lecithin im Eigelb als Emulgator dafür, dass winzige Öltröpfchen im Wasser schweben. Das Gemisch heißt Emulsion.
MerkenLösung, Emulsion, Suspension
Lösung: Stoff ist so fein verteilt, dass es klar aussieht (Salzwasser).
Emulsion: Flüssigkeit in Flüssigkeit (Milch). Suspension: Feststoff in Flüssigkeit, setzt sich ab (Lehmwasser).
BeispielLösung, Emulsion, Suspension
Schritt für Schritt
- Meerwasser: 6 · 2 L = 12 L
- Salz: 12 · 30 g = 360 g
- Meerwasser: 6 · 2 L = 12 L
- Salz: 12 · 30 g = 360 g
AchtungTrennverfahren ohne passende Eigenschaft
Entscheide: Was für ein Gemisch ist Tee → Eine Emulsion
Entscheide: Was für ein Gemisch ist Tee → Eine Lösung
Frag dich: In welcher Eigenschaft unterscheiden sich die beiden Stoffe? Such dann das passende Verfahren.
ÜbenJetzt du
- ○16In einer Saline verdunsten in 6 Becken je 3 L Meerwasser. Ein Liter enthält 40 g Salz. Bestimme: Wie viel Salz bleibt zurück?So fängst du an:Meerwasser: 6 · 3 L = 18 L
Lösung zeigen
- Meerwasser: 6 · 3 L = 18 L
- Salz: 18 · 40 g = 720 g
Ergebnis:720 g - ●17In einer Saline verdunsten in 5 Becken je 4 L Meerwasser. Ein Liter enthält 35 g Salz. Bestimme: Wie viel Salz bleibt zurück?
Lösung zeigen
- Meerwasser: 5 · 4 L = 20 L
- Salz: 20 · 35 g = 700 g
Ergebnis:700 g - ★18Entscheide: Was für ein Gemisch ist Tee?
Lösung zeigen
- Ist es klar? Dann Lösung.
- Flüssigkeit in Flüssigkeit, trüb: Emulsion. Feststoff, setzt sich ab: Suspension.
- Tee: Lösung.
Ergebnis:Eine Lösung
7Ich trenne Stoffgemische mit passenden Verfahren.
EntdeckenFrage
Wie macht man aus Meerwasser Trinkwasser?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Durch Destillieren: Man verdampft das Wasser, das Salz bleibt zurück, und der Dampf kondensiert wieder. Schon Aristoteles beschrieb das. Heute nutzen viele Anlagen Umkehrosmose, bei der Druck das Wasser durch eine feine Membran presst.
MerkenStofftrennung
Getrennt wird nach einer Eigenschaft, in der sich die Stoffe unterscheiden.
Filtrieren trennt nach Teilchengröße, Destillieren nach Siedetemperatur, Chromatografie nach Löslichkeit.
BeispielStoffgemische trennen
Schritt für Schritt
- Erst den Unterschied in einer Eigenschaft suchen.
- Dann das Verfahren, das genau diesen Unterschied nutzt.
- Sand und Wasser: Filtrieren.
- Erst den Unterschied in einer Eigenschaft suchen.
- Dann das Verfahren, das genau diesen Unterschied nutzt.
- Sand und Wasser: Filtrieren.
AchtungReaktion als Mischen gedeutet
Im Eisensulfid stecken Eisen und Schwefel noch drin, nur gemischt.
Eisensulfid ist ein neuer Stoff: nicht magnetisch, nicht gelb. Die Atome sind neu verbunden.
Prüfe das Produkt mit einer Eigenschaft des Ausgangsstoffs, zum Beispiel mit dem Magneten.
ÜbenJetzt du
- ○19Entscheide: Welches Verfahren trennt Farbstoffe aus Filzstiftfarbe?So fängst du an:Erst den Unterschied in einer Eigenschaft suchen.
Lösung zeigen
- Erst den Unterschied in einer Eigenschaft suchen.
- Dann das Verfahren, das genau diesen Unterschied nutzt.
- Farbstoffe aus Filzstiftfarbe: Chromatografie.
Ergebnis:Chromatografie - ●20Entscheide: Welches Verfahren trennt Eisenspäne und Sand?
Lösung zeigen
- Erst den Unterschied in einer Eigenschaft suchen.
- Dann das Verfahren, das genau diesen Unterschied nutzt.
- Eisenspäne und Sand: Magnetscheiden.
Ergebnis:Magnetscheiden - ★21Ein Gemisch aus Eisenspänen und Schwefelpulver. Wie trennst du es am einfachsten?
Lösung zeigen
- Unterschied: Eisen ist magnetisch, Schwefel nicht.
- Magnet zieht die Eisenspäne heraus.
- Ein Gemisch lässt sich so trennen.
Ergebnis:Mit einem Magneten
8Ich beurteile den Umgang mit Trinkwasser.
EntdeckenFrage
Wie viel Trinkwasser verbraucht ein Mensch in Deutschland am Tag, und wie viel davon trinkt er?
Was meinst du? Schreib deine Vermutung auf, bevor du weiterliest.
Auflösung
Rund 125 Liter. Davon werden nur etwa 4 Prozent zum Trinken und Kochen genutzt. Der größte Teil geht für Duschen, Baden und die Toilettenspülung drauf. Für alles andere reicht auch Wasser in Trinkwasserqualität.
MerkenTrinkwasser
Klares Wasser ist nicht automatisch Trinkwasser: Gelöste Stoffe und Keime sieht man nicht.
Kläranlagen reinigen in Stufen – mechanisch, biologisch, chemisch. Am meisten Wasser sparen Dusche und Toilette.
BeispielTrinkwasser und Abwasser
Schritt für Schritt
- Erst den Unterschied in einer Eigenschaft suchen.
- Dann das Verfahren, das genau diesen Unterschied nutzt.
- Salz aus Salzwasser: Eindampfen.
- Erst den Unterschied in einer Eigenschaft suchen.
- Dann das Verfahren, das genau diesen Unterschied nutzt.
- Salz aus Salzwasser: Eindampfen.
AchtungNoch einmal: Wasser als Gemisch oder Gelöstes als verschwunden gedeutet
Salz in Wasser gerührt → das Salz ist weg
Das Salz ist noch da, nur fein verteilt. Wasser verdunsten lassen → das Salz bleibt zurück
Wasser ist eine Verbindung. Was sich löst, ist noch da.
ÜbenJetzt du
- ○22Entscheide: Welches Verfahren trennt Kies und Sand?So fängst du an:Erst den Unterschied in einer Eigenschaft suchen.
Lösung zeigen
- Erst den Unterschied in einer Eigenschaft suchen.
- Dann das Verfahren, das genau diesen Unterschied nutzt.
- Kies und Sand: Sieben.
Ergebnis:Sieben - ●23Ein Mensch verbraucht etwa 120 L Trinkwasser am Tag. Bestimme: Wie viel braucht eine Familie mit 3 Personen in einer Woche?
Lösung zeigen
- Am Tag: 3 · 120 L = 360 L
- In der Woche: 7 · 360 L = 2520 L
Ergebnis:2520 L - ★24Ein Mensch verbraucht etwa 120 L Trinkwasser am Tag. Bestimme: Wie viel braucht eine Familie mit 2 Personen in einer Woche?
Lösung zeigen
- Am Tag: 2 · 120 L = 240 L
- In der Woche: 7 · 240 L = 1680 L
Ergebnis:1680 L
Vermischte Übungen
Alles durcheinander – wie in der Arbeit. Überleg bei jeder Aufgabe zuerst: Welches Ziel ist das?
Üben
- ●25In 45 g Wasser stecken 5 g Wasserstoff, der Rest ist Sauerstoff. Bestimme: Wie viel Sauerstoff steckt in 135 g Wasser?
Lösung zeigen
- Sauerstoff in 45 g: 45 g − 5 g = 40 g
- In 135 g: 40 g · 3 = 120 g
Ergebnis:120 g - ●26Ein Ei wird gekocht. Entscheide: Ist das eine chemische Reaktion?
Lösung zeigen
- Frage: Ist danach ein neuer Stoff da?
- Das Eiweiß verändert sich bleibend.
- Also eine chemische Reaktion.
Ergebnis:Ja, ein neuer Stoff entsteht - ●27In 36 g Wasser stecken 4 g Wasserstoff, der Rest ist Sauerstoff. Bestimme: Wie viel Sauerstoff steckt in 144 g Wasser?
Lösung zeigen
- Sauerstoff in 36 g: 36 g − 4 g = 32 g
- In 144 g: 32 g · 4 = 128 g
Ergebnis:128 g - ●28Ein Eiswürfel (0,92 g/cm³) kommt in Salzwasser (1,03 g/cm³). Entscheide: Schwimmt er oder sinkt er?
Lösung zeigen
- Dichten vergleichen.
- Eis: 0,92 g/cm³, Salzwasser: 1,03 g/cm³.
- Die Flüssigkeit ist dichter: Eis schwimmt.
Ergebnis:Er schwimmt, Eis ist weniger dicht - ●2920 g Kochsalz werden in 80 g Wasser gelöst. Bestimme: Wie viel Prozent der Lösung sind Kochsalz?
Lösung zeigen
- Lösung: 20 g + 80 g = 100 g
- Anteil: 20 g · 100 : 100 g = 20 %
Ergebnis:20 % - ●30Ein Mensch verbraucht etwa 120 L Trinkwasser am Tag. Bestimme: Wie viel braucht eine Familie mit 4 Personen in einer Woche?
Lösung zeigen
- Am Tag: 4 · 120 L = 480 L
- In der Woche: 7 · 480 L = 3360 L
Ergebnis:3360 L
Auf einen Blick
MerkenDas Wichtigste
- Wasser ist eine Verbindung
- Wasser ist eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff.
- Analyse und Synthese
- Analyse heißt zerlegen, Synthese heißt aufbauen.
- Reaktionsgleichung
- Ausgeglichen wird mit Zahlen vor den Formeln, nie im Index.
- Anomalie des Wassers
- Wasser hat bei 4 °C seine größte Dichte.
- Lösemittel
- Wasser löst viele Stoffe, weil seine Teilchen zwei geladene Seiten haben.
- Lösung, Emulsion, Suspension
- Lösung: Stoff ist so fein verteilt, dass es klar aussieht (Salzwasser).
- Stofftrennung
- Getrennt wird nach einer Eigenschaft, in der sich die Stoffe unterscheiden.
- Trinkwasser
- Klares Wasser ist nicht automatisch Trinkwasser: Gelöste Stoffe und Keime sieht man nicht.
AchtungReaktion nicht von Mischen oder Zustandsänderung getrennt
Zucker löst sich in Tee → chemische Reaktion
Zucker löst sich → kein neuer Stoff, also keine Reaktion. Reaktion heißt: Es entsteht ein neuer Stoff
Eine Reaktion erkennt man an einem NEUEN Stoff. Schmelzen und Lösen ändern nur die Form.
Kannst du das?
Je Ziel eine Aufgabe. Rechne sie ins Heft, dann kreuz ehrlich an. Keine Punkte, keine Note – der Test ist für dich.
ÜbenSelbsttest
Ich beschreibe Wasser als Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff.
31Bei der Elektrolyse von Wasser entstehen 16 mL Wasserstoff. Bestimme: Wie viel Gas entsteht insgesamt?Lösung zeigen
Ergebnis:24 mLIch deute die Analyse und die Synthese von Wasser.
32In 45 g Wasser stecken 5 g Wasserstoff, der Rest ist Sauerstoff. Bestimme: Wie viel Sauerstoff steckt in 225 g Wasser?Lösung zeigen
Ergebnis:200 gIch stelle die Reaktionsgleichung für die Bildung von Wasser auf.
33Gleiche die Reaktionsgleichung aus: Al + O2 → Al2O3Lösung zeigen
Ergebnis:4 Al + 3 O2 → 2 Al2O3Ich erkläre die Anomalie des Wassers.
34Bei welcher Temperatur hat Wasser die größte Dichte?Lösung zeigen
Ergebnis:Bei etwa 4 °CIch beschreibe Wasser als Lösemittel.
35Was ist eine Lösung?Lösung zeigen
Ergebnis:Ein klares Gemisch, fein verteiltIch unterscheide Lösung, Emulsion und Suspension.
36Lehm wird in Wasser verrührt. Nach einer Weile setzt er sich ab. Was ist das?Lösung zeigen
Ergebnis:Eine SuspensionIch trenne Stoffgemische mit passenden Verfahren.
37Entscheide: Welches Verfahren trennt Salz aus Salzwasser?Lösung zeigen
Ergebnis:EindampfenIch beurteile den Umgang mit Trinkwasser.
38Entscheide: Welches Verfahren trennt Farbstoffe aus Blattgrün?Lösung zeigen
Ergebnis:Chromatografie
Bei „unsicher“ oder „noch nicht“: Lies den Abschnitt zum Ziel noch einmal und rechne seine drei Aufgaben.
Die Frage vom Anfang
EntdeckenRückschau
Warum hielt man Wasser lange für ein Element, obwohl es zwei Stoffe enthält?
Lies deine Vermutung vom Anfang. Kannst du die Frage jetzt mit dem Kapitel beantworten?
Auflösung
Weil man es nicht zerlegen konnte. Henry Cavendish verbrannte 1781 Wasserstoff und fand, dass dabei Wasser entsteht. Wasser ist also eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff, und das Verhältnis der Atome ist 2 zu 1.
Wie es zusammenhängt
Das brauchst du vorher: Terme und Gleichungen
Lösungen
- 8 mL
- 40 mL
- Ein Teilchen Luft
- 15 mL
- 96 g
- Zerlegen ist endotherm, Bilden exotherm
- 2 Mg + O2 → 2 MgO
- C + O2 → CO2
- 4 Al + 3 O2 → 2 Al2O3
- Er schwimmt, Eis ist weniger dicht
- Er schwimmt, Eis ist weniger dicht
- Er sinkt, Eis ist dichter
- 70 g
- 10 %
- 20 %
- 720 g
- 700 g
- Eine Lösung
- Chromatografie
- Magnetscheiden
- Mit einem Magneten
- Sieben
- 2520 L
- 1680 L
- 120 g
- Ja, ein neuer Stoff entsteht
- 128 g
- Er schwimmt, Eis ist weniger dicht
- 20 %
- 3360 L
- 24 mL
- 200 g
- 4 Al + 3 O2 → 2 Al2O3
- Bei etwa 4 °C
- Ein klares Gemisch, fein verteilt
- Eine Suspension
- Eindampfen
- Chromatografie