Lesen und verstehen: Sachtexte und Erzählungen
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- Datum:
- 18.10.2026
Mein Ziel: Ich verbinde Stellen über Absätze hinweg und lese zwischen den Zeilen.
Erst entscheiden, dann vergleichen. Wo du falsch lagst: die Probe noch einmal machen und den Satz richtig abschreiben.
○ mit Starthilfe, ● für alle, ★ zum Weiterdenken. Du wählst mindestens eine ★-Aufgabe.
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Zwischen den Zeilen: Manche Antworten stehen in zwei Absätzen. Verbinde die Stellen. Ein Verweiswort wie dort oder damit zeigt auf den Satz davor.
Beispiel: Ein Nest aus Erde und Speichel
Die Rauchschwalbe ist ein kleiner Vogel mit glänzend blauem Rücken. Ihre Kehle und ihre Stirn sind rostrot. Am Schwanz hat sie zwei lange, spitze Federn. Sie lebt am liebsten auf Bauernhöfen mit Ställen und Tieren.
Ihr Futter fängt die Schwalbe im Flug. Sie jagt Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten. Bei schönem Wetter fliegt sie dafür hoch am Himmel. Bei schlechtem Wetter jagt sie dicht über dem Boden, denn dort sind die Insekten dann.
Ihr Nest baut die Schwalbe meist in einem Stall. Dafür sammelt sie feuchte Erde aus Pfützen. Sie formt daraus kleine Kugeln und klebt sie mit Speichel an einen Balken. So entsteht eine offene Schale. Beide Eltern füttern die Jungen. Oft brüten sie zweimal in einem Sommer.
Im September sammeln sich die Schwalben auf Leitungen. Dann fliegen sie bis weit in den Süden Afrikas. Sie überqueren dabei das Mittelmeer und die Wüste Sahara. Unterwegs fangen sie ihr Futter im Flug. Im April kehren sie zurück.
Heute gibt es weniger Insekten und weniger offene Ställe. Auch Pfützen sind selten geworden. Deshalb helfen manche Bauern, zum Beispiel mit einem offenen Fenster im Stall.
Kehle: Der vordere Teil des Halses. Speichel: Die Flüssigkeit im Mund. überqueren: Von einer Seite auf die andere Seite gelangen.
Warum sind seltene Pfützen ein Problem für die Schwalbe?
- Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
- Absatz 3: Für das Nest sammelt sie feuchte Erde aus Pfützen.
- Also: Ohne feuchte Erde kann sie kein Nest bauen.
Ergebnis: Ohne feuchte Erde kann sie kein Nest bauen.
Mit Starthilfe
Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.
- ○Beim vierten Klingeln
Nora sitzt nach der Schule im Bus nach Hause. Auf dem leeren Sitz neben ihr liegt ein fremdes Handy. Plötzlich klingelt es. Auf dem Bildschirm steht: „Mama“.
Nora zögert. Soll ich rangehen?, überlegt sie. Es ist schließlich nicht mein Handy. Aber vielleicht sucht jemand dringend danach. Beim vierten Klingeln nimmt sie ab.
„Hallo? Wer ist denn da?“, fragt eine aufgeregte Stimme. Nora erklärt, dass sie das Handy gerade im Bus gefunden hat. Die Frau atmet hörbar erleichtert aus. „Das gehört meinem Sohn Luis. Er hat es vorhin verloren und ist ganz verzweifelt.“
Sie verabreden sich an der nächsten Haltestelle. Dort wartet schon ein Junge mit roten Wangen. Er ist etwas jünger als Nora. Als sie ihm das Handy überreicht, sagt er zuerst gar nichts. Dann murmelt er: „Da sind alle Fotos von meinem Hund drauf. Er ist letzten Monat gestorben.“
Nora weiß nicht, was sie antworten soll. Also sagt sie nur: „Dann pass gut darauf auf.“ Auf dem Heimweg denkt sie: Gut, dass ich rangegangen bin.
zögert: Wartet und ist unsicher, was sie tun soll. verzweifelt: Sehr traurig und ohne Hoffnung. murmelt: Spricht ganz leise und undeutlich.
Warum sagt Luis zuerst gar nichts, als er sein Handy bekommt? Starthilfe: Such die Stellen, die zur Frage passen. Was sagen sie zusammen?
☐ Weil er Nora nicht kennt. ☐ Er ist erleichtert und zugleich traurig. ☐ Weil er sich über Nora ärgert.So fängst du an: Probe: Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor?
- ○Jagd mit dem Echo
Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. Im Dunkeln helfen ihnen die Ohren mehr als die Augen, weil sie sehr hohe Töne ausrufen, die Menschen nicht hören können.
Die Töne treffen auf eine Mücke und kommen als Echo zurück. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt. Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. Dort ist sie vor Feinden und vor schlechtem Wetter gut geschützt.
Echo: Ein Ton, der von einer Wand oder einem Hindernis zurückkommt. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst.
Warum helfen der Fledermaus im Dunkeln die Ohren mehr als die Augen?
Schreib das Wort aus dem Text, das es verrät. Starthilfe: Such den Satz, der zur Frage passt. Welches Wort darin zeigt, was gemeint ist?
☐ Mücke ☐ Höhle ☐ EchoSo fängst du an: Probe: Lies den Satz noch einmal. Passt dein Wort zu dem, was gemeint ist?
Üben
Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.
- ●Die Nadel, die nach Norden zeigt
Ein Kompass zeigt dir, wo Norden ist. Dafür braucht er keinen Strom und kein Netz. Das Wichtigste an ihm ist eine dünne Nadel aus Metall. Sie ist magnetisch und kann sich frei drehen.
Warum zeigt die Nadel immer in dieselbe Richtung? Die Erde selbst verhält sich wie ein riesiger Magnet. Tief in ihrem Inneren bewegt sich flüssiges, heißes Metall. Dadurch entsteht um die ganze Erde ein Magnetfeld. Die Kompassnadel richtet sich nach diesem Feld aus. Ihr eines Ende zeigt dann nach Norden.
Allerdings liegt der magnetische Nordpol nicht genau am geografischen Nordpol. Er liegt ein Stück daneben und wandert sogar langsam. In Deutschland ist der Unterschied klein. Für eine Wanderung spielt er kaum eine Rolle.
Ein Kompass kann sich aber irren. Liegt ein anderer Magnet oder ein Gegenstand aus Eisen in der Nähe, lenkt er die Nadel ab. Deshalb hält man einen Kompass nicht direkt neben ein Handy oder einen Schlüsselbund.
Seeleute benutzten den Kompass schon vor vielen hundert Jahren. So fanden sie auch bei Nebel und ohne Sterne ihren Weg.
magnetisch: Zieht Eisen an oder wird von einem Magneten angezogen. Magnetfeld: Der unsichtbare Bereich um einen Magneten, in dem er wirkt. geografisch: Auf die Erdkarte bezogen, so wie die Pole auf dem Globus eingezeichnet sind.
Was bedeutet der Satz „Ein Kompass kann sich aber irren“?
☐ Der Kompass denkt nach und entscheidet sich dann falsch. ☐ Ein Kompass funktioniert in Deutschland nie. ☐ Die Nadel zeigt manchmal nicht genau nach Norden. - ●Beim vierten Klingeln
Nora sitzt nach der Schule im Bus nach Hause. Auf dem leeren Sitz neben ihr liegt ein fremdes Handy. Plötzlich klingelt es. Auf dem Bildschirm steht: „Mama“.
Nora zögert. Soll ich rangehen?, überlegt sie. Es ist schließlich nicht mein Handy. Aber vielleicht sucht jemand dringend danach. Beim vierten Klingeln nimmt sie ab.
„Hallo? Wer ist denn da?“, fragt eine aufgeregte Stimme. Nora erklärt, dass sie das Handy gerade im Bus gefunden hat. Die Frau atmet hörbar erleichtert aus. „Das gehört meinem Sohn Luis. Er hat es vorhin verloren und ist ganz verzweifelt.“
Sie verabreden sich an der nächsten Haltestelle. Dort wartet schon ein Junge mit roten Wangen. Er ist etwas jünger als Nora. Als sie ihm das Handy überreicht, sagt er zuerst gar nichts. Dann murmelt er: „Da sind alle Fotos von meinem Hund drauf. Er ist letzten Monat gestorben.“
Nora weiß nicht, was sie antworten soll. Also sagt sie nur: „Dann pass gut darauf auf.“ Auf dem Heimweg denkt sie: Gut, dass ich rangegangen bin.
zögert: Wartet und ist unsicher, was sie tun soll. verzweifelt: Sehr traurig und ohne Hoffnung. murmelt: Spricht ganz leise und undeutlich.
Warum sagt Luis zuerst gar nichts, als er sein Handy bekommt?
Schreib das Wort aus dem Text, das es verrät.
☐ gestorben ☐ Haltestelle ☐ Bildschirm - ●Wenn am Tag danach alles wehtut
Nach dem ersten Fußballtraining der Saison tut es am nächsten Tag überall weh. Treppensteigen fällt schwer, und die Beine fühlen sich an wie Holz. Das ist Muskelkater.
Lange glaubte man, schuld sei eine Säure, die sich beim Sport im Muskel sammelt. Diese Erklärung gilt heute als überholt. Die Säure ist nämlich schon nach kurzer Zeit wieder abgebaut, lange bevor der Schmerz beginnt.
Heute wissen Forscher: Bei ungewohnter Anstrengung entstehen winzige Risse in den Muskelfasern. Besonders oft passiert das bei bremsenden Bewegungen, zum Beispiel beim Bergablaufen. Der Körper repariert die Risse. Dabei schwillt der Muskel leicht an, und das tut weh.
Der Schmerz beginnt meist erst einige Stunden später. Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen. Nach etwa einer Woche ist er meistens vorbei.
Gegen Muskelkater hilft vor allem Geduld. Leichte Bewegung tut oft gut. Wer regelmäßig trainiert, bekommt ihn seltener, denn der Muskel gewöhnt sich an die Belastung.
überholt: Nicht mehr richtig, weil man inzwischen mehr weiß. Muskelfasern: Die ganz dünnen Fäden, aus denen ein Muskel besteht. Belastung: Die Arbeit oder das Gewicht, das etwas tragen muss.
Welcher Satz fasst den Text am besten zusammen?
☐ Beim Bergablaufen entstehen besonders oft Risse. ☐ Winzige Risse im Muskel verursachen Muskelkater. ☐ Muskelkater kommt von einer Säure im Muskel. - ●Wenn am Tag danach alles wehtut
Nach dem ersten Fußballtraining der Saison tut es am nächsten Tag überall weh. Treppensteigen fällt schwer, und die Beine fühlen sich an wie Holz. Das ist Muskelkater.
Lange glaubte man, schuld sei eine Säure, die sich beim Sport im Muskel sammelt. Diese Erklärung gilt heute als überholt. Die Säure ist nämlich schon nach kurzer Zeit wieder abgebaut, lange bevor der Schmerz beginnt.
Heute wissen Forscher: Bei ungewohnter Anstrengung entstehen winzige Risse in den Muskelfasern. Besonders oft passiert das bei bremsenden Bewegungen, zum Beispiel beim Bergablaufen. Der Körper repariert die Risse. Dabei schwillt der Muskel leicht an, und das tut weh.
Der Schmerz beginnt meist erst einige Stunden später. Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen. Nach etwa einer Woche ist er meistens vorbei.
Gegen Muskelkater hilft vor allem Geduld. Leichte Bewegung tut oft gut. Wer regelmäßig trainiert, bekommt ihn seltener, denn der Muskel gewöhnt sich an die Belastung.
überholt: Nicht mehr richtig, weil man inzwischen mehr weiß. Muskelfasern: Die ganz dünnen Fäden, aus denen ein Muskel besteht. Belastung: Die Arbeit oder das Gewicht, das etwas tragen muss.
Warum hat ein Kind nach dem zehnten Training weniger Muskelkater als nach dem ersten?
Schreib das Wort aus dem Text, das es verrät.
☐ Säure ☐ Treppensteigen ☐ gewöhnt - ●Die Flaschen im Park
Mia und Ben sammeln Flaschen im Park. Sie wollen Geld für einen Ausflug der Klasse verdienen. Ben läuft stolz mit zwei vollen Tüten voraus, während Mia immer wieder stehen bleibt und unter den Bänken nachschaut.
An der Rückgabe zählt der Automat nach. Zu Bens großer Überraschung zeigt er nur wenig Geld an, obwohl die Tüten ziemlich schwer sind. Die meisten Flaschen haben kein Pfandzeichen. Ben schaut Mia an und sagt leise: „Das war ja umsonst.“ Mia lacht und sagt: „Dann suchen wir morgen besser.“
Pfandzeichen: Ein Zeichen auf der Flasche. Nur dafür gibt der Automat Geld zurück. umsonst: Ohne Erfolg. Die Mühe hat sich nicht gelohnt.
Wie fühlt sich Ben an der Rückgabe?
☐ Enttäuscht. ☐ Das steht nicht im Text. ☐ Wütend auf Mia.
Weiterdenken
Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.
- ★Jagd mit dem Echo
Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. Im Dunkeln helfen ihnen die Ohren mehr als die Augen, weil sie sehr hohe Töne ausrufen, die Menschen nicht hören können.
Die Töne treffen auf eine Mücke und kommen als Echo zurück. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt. Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. Dort ist sie vor Feinden und vor schlechtem Wetter gut geschützt.
Echo: Ein Ton, der von einer Wand oder einem Hindernis zurückkommt. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst.
Warum helfen der Fledermaus im Dunkeln die Ohren mehr als die Augen?
Schreib das Wort aus dem Text, das es verrät.
☐ Echo ☐ Mücke ☐ Höhle - ★Das Wasser der Dinosaurier
Das Wasser, das du heute trinkst, ist unglaublich alt. Vielleicht schwamm schon ein Dinosaurier darin. Denn auf der Erde geht kaum Wasser verloren. Es wandert ständig in einem riesigen Kreislauf.
Die Sonne erwärmt das Wasser in Meeren, Seen und Flüssen. Dabei verdunstet ein Teil davon. Es wird zu unsichtbarem Wasserdampf und steigt mit der warmen Luft nach oben.
Weiter oben ist die Luft kälter. Dort wird aus dem Dampf wieder Wasser, in winzigen Tröpfchen. Viele Tröpfchen zusammen bilden eine Wolke. Werden die Tropfen zu schwer, fallen sie als Regen herunter. Ist es kalt genug, fällt Schnee.
Ein Teil des Regenwassers versickert langsam im Boden. Er wird zu Grundwasser, aus dem wir oft unser Trinkwasser holen. Ein anderer Teil fließt in Bäche und Flüsse. Die meisten Flüsse münden schließlich irgendwann ins Meer. Dort beginnt der Kreislauf von vorn.
Beim Verdunsten bleibt das Salz des Meeres zurück. Deshalb ist Regen nicht salzig, obwohl viel davon aus dem Meer stammt.
verdunstet: Wird zu Dampf und geht in die Luft über. versickert: Läuft langsam in den Boden hinein. münden: Fließen in ein anderes Gewässer hinein.
Warum könnte im Wasser aus deinem Hahn schon ein Dinosaurier geschwommen sein?
☐ Unser Trinkwasser kommt direkt aus dem Meer. ☐ Das Wasser der Erde wandert seit Urzeiten im Kreis. ☐ In jedem Glas Wasser schwimmen noch Reste von Dinosauriern.
Eigene Sätze
- ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.
Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken
- Er ist erleichtert und zugleich traurig.
- Echo
- Die Nadel zeigt manchmal nicht genau nach Norden.
- gestorben
- Winzige Risse im Muskel verursachen Muskelkater.
- gewöhnt
- Enttäuscht.
- Echo
- Das Wasser der Erde wandert seit Urzeiten im Kreis.
Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Er ist erleichtert und zugleich traurig.
- Lies den Satz noch einmal. Passt dein Wort zu dem, was gemeint ist? → Echo
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Die Nadel zeigt manchmal nicht genau nach Norden.
- Lies den Satz noch einmal. Passt dein Wort zu dem, was gemeint ist? → gestorben
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Winzige Risse im Muskel verursachen Muskelkater.
- Lies den Satz noch einmal. Passt dein Wort zu dem, was gemeint ist? → gewöhnt
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Enttäuscht.
- Lies den Satz noch einmal. Passt dein Wort zu dem, was gemeint ist? → Echo
- Zeig die Stelle, die deine Antwort stützt. Passt sie auch zum Satz davor? → Das Wasser der Erde wandert seit Urzeiten im Kreis.