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Deutsch · Blatt · Klasse 8

Lyrik

Deutsch

Lyrik

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Datum:
07.11.2026

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Sprachbilder deuten: Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort. Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.

Beispiel: Novembermorgen:
Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
Die Straße schläft noch grau und stumm. /
Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
und dreht sich müde nach mir um. //

Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
die Tropfen funkeln wie Kristall. /
Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
begrüßen es mit lautem Schall.

Welches Sprachbild ist „Die Straße schläft“?

  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Die Straße tut etwas, das nur Lebewesen tun, ohne wie oder als.
  3. Also: Personifikation

Ergebnis: Personifikation

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Welches Sprachbild ist „Die Winde lagern schwarz um seine Stirn“? Starthilfe: Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    ☐ Vergleich ☐ Personifikation ☐ Reim

    So fängst du an: Probe: Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen?

  2. ○Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Wie erscheinen die Menschen in der zweiten Strophe? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ als einzelne Figuren mit Namen ☐ als Fenster, die blinzeln ☐ als Masse ohne Gesichter

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
    und hinter tausend Stäben keine Welt. //

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Welches Sprachbild steht in „als ob es tausend Stäbe gäbe“?
    ☐ Metapher ☐ Personifikation ☐ Vergleich
  2. ●Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Um wie viel Uhr klingelt der Wecker?
    ☐ um sechs Uhr ☐ um fünf Uhr ☐ am Montagabend
  3. ●Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Sprachbild ist „mein kleiner Wächter“ für den Wecker?
    ☐ Vergleich ☐ Metapher ☐ Reim
  4. ●Heidenröslein (erste Strophe) – Johann Wolfgang von Goethe:
    Sah ein Knab ein Röslein stehn, /
    Röslein auf der Heiden, /
    War so jung und morgenschön, /
    Lief er schnell, es nah zu sehn, /
    Sah's mit vielen Freuden. /
    Röslein, Röslein, Röslein rot, /
    Röslein auf der Heiden.

    Wie war das Röslein?
    ☐ rot und stachelig ☐ schnell und voller Freude ☐ jung und morgenschön
  5. ●Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Welches Sprachbild ist „Die Winde lagern schwarz um seine Stirn“?
    ☐ Personifikation ☐ Vergleich ☐ Reim

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Was zeigt das Bild der Seele, die ihre Flügel ausspannt?
    ☐ Das Ich fühlt sich frei und weit wie im Flug. ☐ Das Ich hat wirklich Flügel. ☐ Das Ich hat Angst vor der Nacht.
  2. ★Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Wie verändert sich das Gedicht von Strophe zu Strophe?
    ☐ Vom Tag über den Abend zum Morgen ☐ Vom Himmel über die Landschaft zur eigenen Seele ☐ Von der Freude über die Angst zur Trauer

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Personifikation
  2. als Masse ohne Gesichter
  3. Vergleich
  4. um sechs Uhr
  5. Metapher
  6. jung und morgenschön
  7. Personifikation
  8. Das Ich fühlt sich frei und weit wie im Flug.
  9. Vom Himmel über die Landschaft zur eigenen Seele

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Personifikation
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → als Masse ohne Gesichter
  3. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Vergleich
  4. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → um sechs Uhr
  5. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Metapher
  6. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → jung und morgenschön
  7. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Personifikation
  8. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Das Ich fühlt sich frei und weit wie im Flug.
  9. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Vom Himmel über die Landschaft zur eigenen Seele