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Deutsch · Blatt · Klasse 8

Lyrik

Deutsch

Lyrik

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Datum:
04.11.2026

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Sprachbilder deuten: Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort. Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.

Beispiel: Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
und hinter tausend Stäben keine Welt. //

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
in der betäubt ein großer Wille steht.

Welches Sprachbild steht in „als ob es tausend Stäbe gäbe“?

  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Als ob ist das Signal eines Vergleichs.
  3. Also: Vergleich

Ergebnis: Vergleich

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Novembermorgen:
    Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
    Die Straße schläft noch grau und stumm. /
    Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
    und dreht sich müde nach mir um. //

    Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
    die Tropfen funkeln wie Kristall. /
    Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
    begrüßen es mit lautem Schall.

    Welches Signal zeigt in „funkeln wie Kristall“ das Sprachbild? Starthilfe: Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    ☐ ein Ding, das handelt wie ein Mensch ☐ das Vergleichswort wie ☐ der Reim auf Schall

    So fängst du an: Probe: Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen?

  2. ○Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Wie erscheinen die Menschen in der zweiten Strophe? Starthilfe: Verbinde zwei Stellen im Text. Was folgt aus beiden zusammen?
    ☐ als einzelne Figuren mit Namen ☐ als Fenster, die blinzeln ☐ als Masse ohne Gesichter

    So fängst du an: Probe: Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Mondnacht – Joseph von Eichendorff:
    Es war, als hätt der Himmel /
    Die Erde still geküsst, /
    Dass sie im Blütenschimmer /
    Von ihm nun träumen müsst. //

    Die Luft ging durch die Felder, /
    Die Ähren wogten sacht, /
    Es rauschten leis die Wälder, /
    So sternklar war die Nacht. //

    Und meine Seele spannte /
    Weit ihre Flügel aus, /
    Flog durch die stillen Lande, /
    Als flöge sie nach Haus.

    Welches Sprachbild ist „Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus“?
    ☐ Vergleich ☐ Personifikation ☐ Metapher
  2. ●Pausenhof:
    Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
    flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
    Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
    Schritte und Rufe und Echo und Hall.

    Was kündigt die Pause an?
    ☐ die Blätter im Wind ☐ der fliegende Ball ☐ eine Schulglocke
  3. ●Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
    Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
    In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
    Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
    Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

    Welches Sprachbild ist „hallt es wie Geschrei“?
    ☐ Metapher ☐ Vergleich ☐ Personifikation
  4. ●Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Warum sitzt das Wiesel auf dem Kiesel?
    ☐ weil es sich am Bach ausruhen will ☐ weil das Mondkalb es geschickt hat ☐ um des Reimes willen
  5. ●Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Welches Sprachbild ist „Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt“?
    ☐ Vergleich ☐ Personifikation ☐ Metapher

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Was zeigt der Vergleich mit dem Aderwerk?
    ☐ Die Stadt wirkt wie ein Körper, durch den die Menschen fließen. ☐ Die Straßen sind rot gestrichen. ☐ Die Stadt ist krank und blutet.
  2. ★Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Wofür könnte der Gott der Stadt stehen?
    ☐ für einen Gott aus einer Religion ☐ für die Macht der Großstadt über die Menschen ☐ für einen Mann auf einem Dach

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. das Vergleichswort wie
  2. als Masse ohne Gesichter
  3. Metapher
  4. die Blätter im Wind
  5. Vergleich
  6. um des Reimes willen
  7. Vergleich
  8. Die Stadt wirkt wie ein Körper, durch den die Menschen fließen.
  9. für die Macht der Großstadt über die Menschen

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → das Vergleichswort wie
  2. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → als Masse ohne Gesichter
  3. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Metapher
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → die Blätter im Wind
  5. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Vergleich
  6. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → um des Reimes willen
  7. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Vergleich
  8. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Die Stadt wirkt wie ein Körper, durch den die Menschen fließen.
  9. Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → für die Macht der Großstadt über die Menschen