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Deutsch · Blatt · Klasse 8

Lyrik

Deutsch

Lyrik

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Datum:
03.11.2026

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Sprachbilder deuten: Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort. Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.

Beispiel: Novembermorgen:
Der Nebel liegt auf allen Wegen. /
Die Straße schläft noch grau und stumm. /
Ein Bus kommt keuchend mir entgegen /
und dreht sich müde nach mir um. //

Dann bricht ein Licht durch alle Ritzen, /
die Tropfen funkeln wie Kristall. /
Die Spatzen, die im Baume sitzen, /
begrüßen es mit lautem Schall.

Welches Signal zeigt in „funkeln wie Kristall“ das Sprachbild?

  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Tropfen und Kristall werden verbunden, das kleine Wort steht dazwischen.
  3. Also: das Vergleichswort wie

Ergebnis: das Vergleichswort wie

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Sprachbild steht in „da hör ich schon sein Hohngelächter“? Starthilfe: Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    ☐ Personifikation ☐ Vergleich ☐ Metapher

    So fängst du an: Probe: Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen?

  2. ○Ein Gleiches – Johann Wolfgang von Goethe:
    Über allen Gipfeln /
    Ist Ruh, /
    In allen Wipfeln /
    Spürest du /
    Kaum einen Hauch; /
    Die Vögelein schweigen im Walde. /
    Warte nur, balde /
    Ruhest du auch.

    Was schweigt im Walde? Starthilfe: Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    ☐ die Wipfel ☐ die Vögelein ☐ der Wanderer

    So fängst du an: Probe: Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Welches Sprachbild steht in „tausend Fenster […] blinzeln mit den Lidern“?
    ☐ Vergleich ☐ Personifikation ☐ Reim
  2. ●Das Sprungbrett:
    Sonne brennt auf heißen Steinen, /
    Kinder lachen, Kleine weinen. /
    Auf dem Brett, so hoch wie Bäume, /
    steht ein Junge voller Träume. //

    Unten warten seine Leute, /
    rufen: „Spring, du Held von heute!“ /
    Doch er steigt die Leiter nieder. /
    Morgen, sagt er, komm ich wieder.

    Was sagt der letzte Vers über den Jungen?
    ☐ Er will nie wieder ins Freibad. ☐ Er ist beleidigt. ☐ Er gibt nicht auf und will es noch einmal versuchen.
  3. ●Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Sprachbild ist „mein kleiner Wächter“ für den Wecker?
    ☐ Metapher ☐ Vergleich ☐ Reim
  4. ●Das Sprungbrett:
    Sonne brennt auf heißen Steinen, /
    Kinder lachen, Kleine weinen. /
    Auf dem Brett, so hoch wie Bäume, /
    steht ein Junge voller Träume. //

    Unten warten seine Leute, /
    rufen: „Spring, du Held von heute!“ /
    Doch er steigt die Leiter nieder. /
    Morgen, sagt er, komm ich wieder.

    Was rufen die Leute unten?
    ☐ „Morgen komm ich wieder.“ ☐ „Spring, du Held von heute!“ ☐ „Kinder lachen.“
  5. ●Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Sprachbild steht in „da hör ich schon sein Hohngelächter“?
    ☐ Vergleich ☐ Metapher ☐ Personifikation

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Das Sprungbrett:
    Sonne brennt auf heißen Steinen, /
    Kinder lachen, Kleine weinen. /
    Auf dem Brett, so hoch wie Bäume, /
    steht ein Junge voller Träume. //

    Unten warten seine Leute, /
    rufen: „Spring, du Held von heute!“ /
    Doch er steigt die Leiter nieder. /
    Morgen, sagt er, komm ich wieder.

    Was betont das Bild mit den Bäumen?
    ☐ Am Freibad stehen viele Bäume. ☐ Der Junge klettert gern auf Bäume. ☐ Das Brett wirkt für den Jungen sehr hoch.
  2. ★Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Wofür könnte der Gott der Stadt stehen?
    ☐ für die Macht der Großstadt über die Menschen ☐ für einen Gott aus einer Religion ☐ für einen Mann auf einem Dach

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Personifikation
  2. die Vögelein
  3. Personifikation
  4. Er gibt nicht auf und will es noch einmal versuchen.
  5. Metapher
  6. „Spring, du Held von heute!“
  7. Personifikation
  8. Das Brett wirkt für den Jungen sehr hoch.
  9. für die Macht der Großstadt über die Menschen

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Personifikation
  2. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → die Vögelein
  3. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Personifikation
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Er gibt nicht auf und will es noch einmal versuchen.
  5. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Metapher
  6. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → „Spring, du Held von heute!“
  7. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Personifikation
  8. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Das Brett wirkt für den Jungen sehr hoch.
  9. Such für deine Antwort einen Grund im Text. Behauptet sie mehr, als dort steht? → für die Macht der Großstadt über die Menschen