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Deutsch · Blatt · Klasse 5

Lesen und verstehen: Sachtexte und Erzählungen

Deutsch

Lesen und verstehen: Sachtexte und Erzählungen

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Datum:
23.10.2026

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Angaben finden: Das Fragewort sagt, was du suchst. Such die Stelle und zeig sie. Ein Satz mit denselben Wörtern wie die Frage sagt noch nicht, was gefragt ist.

Beispiel: Blitz und Donner
Ein Gewitter beginnt oft an einem heißen Sommertag. Die Sonne erwärmt den Boden, und feuchte, warme Luft steigt nach oben. Dort oben ist es viel kälter. Das Wasser in der Luft bildet Tropfen und winzige Eiskörner. So wächst eine hohe, dunkle Wolke. Sie kann über zehn Kilometer hoch werden.

In der Wolke wirbeln die Tropfen und Eiskörner wild durcheinander. Dabei reiben sie aneinander und laden sich elektrisch auf. Irgendwann entlädt sich diese Spannung. Ein Blitz zuckt durch die Luft.

Der Blitz ist sehr heiß, heißer als die Oberfläche der Sonne. Er erhitzt die Luft in einem Augenblick. Die Luft dehnt sich so schnell aus, dass es knallt. Diesen Knall hören wir als Donner.

Licht ist viel schneller als Schall. Deshalb sieht man den Blitz zuerst und hört den Donner später. Zählt man die Sekunden dazwischen, kann man die Entfernung schätzen. Etwa drei Sekunden bedeuten einen Kilometer.

Wer draußen von einem Gewitter überrascht wird, sollte nicht unter einem einzelnen Baum stehen. Sicherer ist ein Haus oder ein Auto.

elektrisch: Mit Strom geladen, wie bei einer Batterie. entlädt: Gibt auf einmal ab, was sich angesammelt hat. Entfernung: Wie weit etwas weg ist.

Wie viele Sekunden zwischen Blitz und Donner bedeuten etwa einen Kilometer?

  1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
  2. Absatz 4, letzter Satz.
  3. Also: Etwa drei Sekunden.

Ergebnis: Etwa drei Sekunden.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Beim vierten Klingeln
    Nora sitzt nach der Schule im Bus nach Hause. Auf dem leeren Sitz neben ihr liegt ein fremdes Handy. Plötzlich klingelt es. Auf dem Bildschirm steht: „Mama“.

    Nora zögert. Soll ich rangehen?, überlegt sie. Es ist schließlich nicht mein Handy. Aber vielleicht sucht jemand dringend danach. Beim vierten Klingeln nimmt sie ab.

    „Hallo? Wer ist denn da?“, fragt eine aufgeregte Stimme. Nora erklärt, dass sie das Handy gerade im Bus gefunden hat. Die Frau atmet hörbar erleichtert aus. „Das gehört meinem Sohn Luis. Er hat es vorhin verloren und ist ganz verzweifelt.“

    Sie verabreden sich an der nächsten Haltestelle. Dort wartet schon ein Junge mit roten Wangen. Er ist etwas jünger als Nora. Als sie ihm das Handy überreicht, sagt er zuerst gar nichts. Dann murmelt er: „Da sind alle Fotos von meinem Hund drauf. Er ist letzten Monat gestorben.“

    Nora weiß nicht, was sie antworten soll. Also sagt sie nur: „Dann pass gut darauf auf.“ Auf dem Heimweg denkt sie: Gut, dass ich rangegangen bin.

    zögert: Wartet und ist unsicher, was sie tun soll. verzweifelt: Sehr traurig und ohne Hoffnung. murmelt: Spricht ganz leise und undeutlich.

    Wer ruft auf dem gefundenen Handy an? Starthilfe: Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    ☐ Noras eigene Mutter. ☐ Die Mutter von Luis. ☐ Luis selbst.

    So fängst du an: Probe: Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist?

  2. ○Jagd mit dem Echo
    Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. Im Dunkeln helfen ihnen die Ohren mehr als die Augen, weil sie sehr hohe Töne ausrufen, die Menschen nicht hören können.

    Die Töne treffen auf eine Mücke und kommen als Echo zurück. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt. Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. Dort ist sie vor Feinden und vor schlechtem Wetter gut geschützt.

    Echo: Ein Ton, der von einer Wand oder einem Hindernis zurückkommt. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst.

    Was erfährt die Fledermaus aus dem Echo? Welcher Satz sagt es? Starthilfe: Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    ☐ Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. ☐ Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. ☐ Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt.

    So fängst du an: Probe: Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Der Tanz der Bienen
    Wenn eine Biene eine ergiebige Futterquelle entdeckt hat, fliegt sie sofort zurück zum Stock. Dort tanzt sie auf der Wabe, und die anderen Bienen schauen genau zu.

    Der Tanz verrät, wo das Futter liegt. Dreht sich die Biene schnell im Kreis, ist die Blüte nah. Läuft sie eine gerade Strecke und wackelt dabei mit dem Hinterleib, liegt die Blüte weiter weg, und die Länge der Strecke zeigt die Entfernung. Auf diese Weise verständigen sich Tausende Tiere ohne ein einziges gesprochenes Wort. Nach dem Tanz fliegen die Bienen los und holen den Nektar.

    Wabe: Eine Platte aus vielen kleinen Kammern aus Wachs. Nektar: Ein süßer Saft in Blüten, den Bienen sammeln.

    Was bedeutet es, wenn sich die Biene schnell im Kreis dreht?
    ☐ Die Blüte ist weit weg. ☐ Der Stock ist in Gefahr. ☐ Die Blüte ist nah.
  2. ●Wenn am Tag danach alles wehtut
    Nach dem ersten Fußballtraining der Saison tut es am nächsten Tag überall weh. Treppensteigen fällt schwer, und die Beine fühlen sich an wie Holz. Das ist Muskelkater.

    Lange glaubte man, schuld sei eine Säure, die sich beim Sport im Muskel sammelt. Diese Erklärung gilt heute als überholt. Die Säure ist nämlich schon nach kurzer Zeit wieder abgebaut, lange bevor der Schmerz beginnt.

    Heute wissen Forscher: Bei ungewohnter Anstrengung entstehen winzige Risse in den Muskelfasern. Besonders oft passiert das bei bremsenden Bewegungen, zum Beispiel beim Bergablaufen. Der Körper repariert die Risse. Dabei schwillt der Muskel leicht an, und das tut weh.

    Der Schmerz beginnt meist erst einige Stunden später. Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen. Nach etwa einer Woche ist er meistens vorbei.

    Gegen Muskelkater hilft vor allem Geduld. Leichte Bewegung tut oft gut. Wer regelmäßig trainiert, bekommt ihn seltener, denn der Muskel gewöhnt sich an die Belastung.

    überholt: Nicht mehr richtig, weil man inzwischen mehr weiß. Muskelfasern: Die ganz dünnen Fäden, aus denen ein Muskel besteht. Belastung: Die Arbeit oder das Gewicht, das etwas tragen muss.

    Wann ist der Muskelkater oft am stärksten? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen. ☐ Dabei schwillt der Muskel leicht an, und das tut weh. ☐ Nach etwa einer Woche ist er meistens vorbei.
  3. ●Jagd mit dem Echo
    Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. Im Dunkeln helfen ihnen die Ohren mehr als die Augen, weil sie sehr hohe Töne ausrufen, die Menschen nicht hören können.

    Die Töne treffen auf eine Mücke und kommen als Echo zurück. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt. Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. Dort ist sie vor Feinden und vor schlechtem Wetter gut geschützt.

    Echo: Ein Ton, der von einer Wand oder einem Hindernis zurückkommt. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst.

    Was erfährt die Fledermaus aus dem Echo?
    ☐ Wo ihre Höhle liegt. ☐ Wo ihre Beute fliegt. ☐ Wie hoch der Ton ist.
  4. ●Jagd mit dem Echo
    Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. Im Dunkeln helfen ihnen die Ohren mehr als die Augen, weil sie sehr hohe Töne ausrufen, die Menschen nicht hören können.

    Die Töne treffen auf eine Mücke und kommen als Echo zurück. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt. Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. Dort ist sie vor Feinden und vor schlechtem Wetter gut geschützt.

    Echo: Ein Ton, der von einer Wand oder einem Hindernis zurückkommt. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst.

    Was erfährt die Fledermaus aus dem Echo? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. ☐ Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. ☐ Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt.
  5. ●Bis drei zählen
    Emre steht ganz oben auf dem Dreimeterbrett im Schwimmbad. Unten im Becken winken seine Freunde ungeduldig. „Spring endlich!“, ruft Tarek. Emre schaut vorsichtig nach unten. Das Wasser sieht viel weiter entfernt aus als vorhin von der Leiter.

    Sein Herz klopft laut. Er denkt: Wenn ich jetzt wieder runterklettere, lachen mich bestimmt alle aus. Hinter ihm wartet ein kleines Mädchen. Es hält sich mit beiden Händen am Geländer fest und schaut ihn mit großen Augen an.

    „Hast du auch Angst?“, fragt sie leise. Emre nickt langsam. Dann sagt er etwas, das ihn selbst überrascht: „Ja, ziemlich große. Aber weißt du was? Wir zählen gemeinsam bis drei.“ Das Mädchen lächelt ein bisschen.

    Emre stellt sich vorne an die Kante. „Eins, zwei, drei“, zählen sie gemeinsam. Er springt. Das Wasser ist eiskalt, und für einen Moment ist alles still. Als er wieder auftaucht, klatschen seine Freunde begeistert.

    Doch Emre schaut nach oben. Dort steht das Mädchen an der Kante. Es zählt allein bis drei. Dann springt es auch.

    Geländer: Eine Stange an einer Treppe oder einem Rand, an der man sich festhält. überrascht: Etwas kommt anders, als man erwartet hat. Kante: Der äußerste Rand von etwas.

    Wer wartet hinter Emre auf dem Brett?
    ☐ Ein kleines Mädchen. ☐ Sein Freund Tarek. ☐ Der Bademeister mit einer Pfeife.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Der Platten
    Auf dem Heimweg spürt Jonas plötzlich ein unangenehmes Rütteln im Lenker. Der Hinterreifen ist platt. Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.

    Eine ältere Frau in einem grauen Kleinwagen hält neben ihm an. Sie öffnet den Kofferraum und legt das Fahrrad vorsichtig hinein. „Steig ein“, sagt sie freundlich. Im Auto fällt Jonas ein, dass er seinen Namen noch gar nicht gesagt hat. Er flüstert: „Danke.“ Die Frau lächelt nur.

    Rütteln: Ein schnelles Zittern, das man in den Händen spürt. flüstert: Er spricht ganz leise.

    Wie weit ist es noch bis nach Hause? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer. ☐ Im Auto fällt Jonas ein, dass er seinen Namen noch gar nicht gesagt hat. ☐ Eine ältere Frau in einem grauen Kleinwagen hält neben ihm an.
  2. ★Der Platten
    Auf dem Heimweg spürt Jonas plötzlich ein unangenehmes Rütteln im Lenker. Der Hinterreifen ist platt. Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.

    Eine ältere Frau in einem grauen Kleinwagen hält neben ihm an. Sie öffnet den Kofferraum und legt das Fahrrad vorsichtig hinein. „Steig ein“, sagt sie freundlich. Im Auto fällt Jonas ein, dass er seinen Namen noch gar nicht gesagt hat. Er flüstert: „Danke.“ Die Frau lächelt nur.

    Rütteln: Ein schnelles Zittern, das man in den Händen spürt. flüstert: Er spricht ganz leise.

    Was ist mit dem Fahrrad passiert?
    ☐ Der Lenker ist gebrochen. ☐ Der Hinterreifen ist platt. ☐ Die Kette ist gerissen.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Die Mutter von Luis.
  2. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt.
  3. Die Blüte ist nah.
  4. Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen.
  5. Wo ihre Beute fliegt.
  6. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt.
  7. Ein kleines Mädchen.
  8. Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.
  9. Der Hinterreifen ist platt.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Die Mutter von Luis.
  2. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt.
  3. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Die Blüte ist nah.
  4. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen.
  5. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Wo ihre Beute fliegt.
  6. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt.
  7. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Ein kleines Mädchen.
  8. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.
  9. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Der Hinterreifen ist platt.