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Deutsch · Blatt · Klasse 8

Lyrik

Deutsch

Lyrik

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Datum:
23.10.2026

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Sprachbilder deuten: Ein Vergleich verbindet zwei Dinge mit wie oder als, die Metapher ohne Vergleichswort. Bei der Personifikation handelt ein Ding wie ein Mensch. Zur Wirkung gehört immer das Zitat.

Beispiel: Der Panther (Strophe 1 und 2) – Rainer Maria Rilke:
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe /
so müd geworden, dass er nichts mehr hält. /
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe /
und hinter tausend Stäben keine Welt. //

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, /
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, /
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, /
in der betäubt ein großer Wille steht.

Welches Signal zeigt in „ist wie ein Tanz von Kraft“ das Sprachbild?

  1. Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
  2. Mit wie wird der Gang mit einem Tanz verglichen.
  3. Also: das Vergleichswort wie

Ergebnis: das Vergleichswort wie

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Sprachbild ist „mein kleiner Wächter“ für den Wecker? Starthilfe: Such zuerst das Signal im Vers, bevor du das Sprachbild benennst.
    ☐ Metapher ☐ Vergleich ☐ Reim

    So fängst du an: Probe: Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen?

  2. ○Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Wer verrät den Grund? Starthilfe: Such die Stelle, an der die Antwort steht. Lies den Satz davor und danach.
    ☐ das Wiesel ☐ das Mondkalb ☐ der Bach

    So fängst du an: Probe: Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Weltende (erste Strophe) – Jakob van Hoddis:
    Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, /
    In allen Lüften hallt es wie Geschrei. /
    Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei /
    Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

    Welches Sprachbild ist „hallt es wie Geschrei“?
    ☐ Metapher ☐ Vergleich ☐ Personifikation
  2. ●Die Stadt (Strophe 1 und 2) – Georg Heym:
    Sehr weit ist diese Nacht. Und Wolkenschein /
    Zerreißet vor des Mondes Untergang. /
    Und tausend Fenster stehn die Nacht entlang /
    Und blinzeln mit den Lidern, rot und klein. //

    Wie Aderwerk gehn Straßen durch die Stadt, /
    Unzählig Menschen schwemmen aus und ein. /
    Und ewig stumpfer Ton von stumpfem Sein /
    Eintönig kommt heraus in Stille matt.

    Wie erscheinen die Menschen in der zweiten Strophe?
    ☐ als einzelne Figuren mit Namen ☐ als Fenster, die blinzeln ☐ als Masse ohne Gesichter
  3. ●Montag:
    Um sechs Uhr schreit mein kleiner Wächter. /
    Er rüttelt kräftig an der Nacht. /
    Ich hab ihn wieder stumm gemacht, /
    da hör ich schon sein Hohngelächter. //

    Denn fünf Minuten sind vergangen, /
    ich liege wach und bin zu spät. /
    Im Hof hat längst der Hahn gekräht, /
    so hat mein Montag angefangen.

    Hohngelächter: Lautes Lachen, mit dem man über jemanden spottet.

    Welches Sprachbild steht in „da hör ich schon sein Hohngelächter“?
    ☐ Personifikation ☐ Vergleich ☐ Metapher
  4. ●Das ästhetische Wiesel – Christian Morgenstern:
    Ein Wiesel /
    saß auf einem Kiesel /
    inmitten Bachgeriesel. //

    Wisst ihr /
    weshalb? //

    Das Mondkalb /
    verriet es mir /
    im Stillen: //

    Das raffinier- /
    te Tier /
    tat's um des Reimes willen.

    Warum sitzt das Wiesel auf dem Kiesel?
    ☐ weil es sich am Bach ausruhen will ☐ um des Reimes willen ☐ weil das Mondkalb es geschickt hat
  5. ●Pausenhof:
    Rauschende Blätter im herbstlichen Wind /
    flüstern dem Hof, dass die Pause beginnt. /
    Lachende Stimmen und fliegender Ball, /
    Schritte und Rufe und Echo und Hall.

    Was kündigt die Pause an?
    ☐ der fliegende Ball ☐ eine Schulglocke ☐ die Blätter im Wind

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Der Gott der Stadt (erste Strophe) – Georg Heym:
    Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. /
    Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. /
    Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit /
    Die letzten Häuser in das Land verirrn.

    Welches Sprachbild ist „Die Winde lagern schwarz um seine Stirn“?
    ☐ Vergleich ☐ Reim ☐ Personifikation
  2. ★Das Sprungbrett:
    Sonne brennt auf heißen Steinen, /
    Kinder lachen, Kleine weinen. /
    Auf dem Brett, so hoch wie Bäume, /
    steht ein Junge voller Träume. //

    Unten warten seine Leute, /
    rufen: „Spring, du Held von heute!“ /
    Doch er steigt die Leiter nieder. /
    Morgen, sagt er, komm ich wieder.

    Was sagt der letzte Vers über den Jungen?
    ☐ Er gibt nicht auf und will es noch einmal versuchen. ☐ Er will nie wieder ins Freibad. ☐ Er ist beleidigt.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Metapher
  2. das Mondkalb
  3. Vergleich
  4. als Masse ohne Gesichter
  5. Personifikation
  6. um des Reimes willen
  7. die Blätter im Wind
  8. Personifikation
  9. Er gibt nicht auf und will es noch einmal versuchen.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Metapher
  2. Zeig die Zeile. Steht dort genau das, wonach gefragt ist, oder nur dieselben Wörter? → das Mondkalb
  3. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Vergleich
  4. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → als Masse ohne Gesichter
  5. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Personifikation
  6. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → um des Reimes willen
  7. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → die Blätter im Wind
  8. Schreib auf, welche zwei Dinge das Bild verbindet. Steht ein Vergleichswort dazwischen? → Personifikation
  9. Such zwei Zeilen, die zusammen deine Antwort tragen. Passt sie auch zum Schluss? → Er gibt nicht auf und will es noch einmal versuchen.