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Deutsch · Blatt · Klasse 5

Lesen und verstehen: Sachtexte und Erzählungen

Deutsch

Lesen und verstehen: Sachtexte und Erzählungen

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Datum:
21.10.2026

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Angaben finden: Das Fragewort sagt, was du suchst. Such die Stelle und zeig sie. Ein Satz mit denselben Wörtern wie die Frage sagt noch nicht, was gefragt ist.

Beispiel: Wenn am Tag danach alles wehtut
Nach dem ersten Fußballtraining der Saison tut es am nächsten Tag überall weh. Treppensteigen fällt schwer, und die Beine fühlen sich an wie Holz. Das ist Muskelkater.

Lange glaubte man, schuld sei eine Säure, die sich beim Sport im Muskel sammelt. Diese Erklärung gilt heute als überholt. Die Säure ist nämlich schon nach kurzer Zeit wieder abgebaut, lange bevor der Schmerz beginnt.

Heute wissen Forscher: Bei ungewohnter Anstrengung entstehen winzige Risse in den Muskelfasern. Besonders oft passiert das bei bremsenden Bewegungen, zum Beispiel beim Bergablaufen. Der Körper repariert die Risse. Dabei schwillt der Muskel leicht an, und das tut weh.

Der Schmerz beginnt meist erst einige Stunden später. Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen. Nach etwa einer Woche ist er meistens vorbei.

Gegen Muskelkater hilft vor allem Geduld. Leichte Bewegung tut oft gut. Wer regelmäßig trainiert, bekommt ihn seltener, denn der Muskel gewöhnt sich an die Belastung.

überholt: Nicht mehr richtig, weil man inzwischen mehr weiß. Muskelfasern: Die ganz dünnen Fäden, aus denen ein Muskel besteht. Belastung: Die Arbeit oder das Gewicht, das etwas tragen muss.

Wann ist der Muskelkater oft am stärksten?

  1. Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
  2. Absatz 4, zweiter Satz. Nach einer Woche ist er meistens schon vorbei.
  3. Also: Nach ein bis zwei Tagen.

Ergebnis: Nach ein bis zwei Tagen.

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Der Platten
    Auf dem Heimweg spürt Jonas plötzlich ein unangenehmes Rütteln im Lenker. Der Hinterreifen ist platt. Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.

    Eine ältere Frau in einem grauen Kleinwagen hält neben ihm an. Sie öffnet den Kofferraum und legt das Fahrrad vorsichtig hinein. „Steig ein“, sagt sie freundlich. Im Auto fällt Jonas ein, dass er seinen Namen noch gar nicht gesagt hat. Er flüstert: „Danke.“ Die Frau lächelt nur.

    Rütteln: Ein schnelles Zittern, das man in den Händen spürt. flüstert: Er spricht ganz leise.

    Wie weit ist es noch bis nach Hause? Starthilfe: Lies die Frage. Such dann die Stelle, an der die Antwort steht.
    ☐ Ein Kilometer. ☐ Bis zum Kofferraum. ☐ Drei Kilometer.

    So fängst du an: Probe: Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist?

  2. ○Klappern statt Singen
    Der Weißstorch ist ein großer Vogel mit weißen Federn und schwarzen Flügelspitzen. Sein Schnabel und seine langen Beine sind rot. Er lebt am liebsten in Landschaften mit feuchten Wiesen und flachen Gewässern.

    Auf diesen Wiesen sucht er sein Futter. Mit langsamen Schritten stakst er durch das Gras. Er frisst Regenwürmer, Frösche, Mäuse und große Insekten. Seine Beute packt er blitzschnell mit dem Schnabel.

    Sein Nest baut der Storch hoch oben, zum Beispiel auf einem Dach oder einem Mast. Jedes Frühjahr bessert er es mit neuen Ästen aus. Deshalb wird es mit den Jahren immer größer und schwerer. Beide Eltern brüten die Eier aus und füttern die Jungen. Eine richtige Stimme hat der Storch kaum. Stattdessen klappert er laut mit dem Schnabel.

    Im August fliegt der Storch nach Afrika. Dabei meidet er das offene Meer. Er segelt lieber über Land, denn dort steigt warme Luft auf und trägt ihn nach oben. So spart er Kraft. Im Frühling kehrt er zu seinem alten Nest zurück.

    Heute gibt es weniger feuchte Wiesen als früher. Auch Stromleitungen sind für Störche gefährlich. Deshalb helfen Naturschützer, zum Beispiel mit Nisthilfen auf Masten.

    Gewässer: Ein Ort mit Wasser, zum Beispiel ein Teich, ein See oder ein Bach. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst. meidet: Hält sich absichtlich von etwas fern.

    Was frisst der Weißstorch? Welcher Satz sagt es? Starthilfe: Sag die Frage mit eigenen Worten. Dann lies Satz für Satz.
    ☐ Er frisst Regenwürmer, Frösche, Mäuse und große Insekten. ☐ Seine Beute packt er blitzschnell mit dem Schnabel. ☐ Jedes Frühjahr bessert er es mit neuen Ästen aus.

    So fängst du an: Probe: Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage?

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Ein Nest aus Erde und Speichel
    Die Rauchschwalbe ist ein kleiner Vogel mit glänzend blauem Rücken. Ihre Kehle und ihre Stirn sind rostrot. Am Schwanz hat sie zwei lange, spitze Federn. Sie lebt am liebsten auf Bauernhöfen mit Ställen und Tieren.

    Ihr Futter fängt die Schwalbe im Flug. Sie jagt Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten. Bei schönem Wetter fliegt sie dafür hoch am Himmel. Bei schlechtem Wetter jagt sie dicht über dem Boden, denn dort sind die Insekten dann.

    Ihr Nest baut die Schwalbe meist in einem Stall. Dafür sammelt sie feuchte Erde aus Pfützen. Sie formt daraus kleine Kugeln und klebt sie mit Speichel an einen Balken. So entsteht eine offene Schale. Beide Eltern füttern die Jungen. Oft brüten sie zweimal in einem Sommer.

    Im September sammeln sich die Schwalben auf Leitungen. Dann fliegen sie bis weit in den Süden Afrikas. Sie überqueren dabei das Mittelmeer und die Wüste Sahara. Unterwegs fangen sie ihr Futter im Flug. Im April kehren sie zurück.

    Heute gibt es weniger Insekten und weniger offene Ställe. Auch Pfützen sind selten geworden. Deshalb helfen manche Bauern, zum Beispiel mit einem offenen Fenster im Stall.

    Kehle: Der vordere Teil des Halses. Speichel: Die Flüssigkeit im Mund. überqueren: Von einer Seite auf die andere Seite gelangen.

    Was frisst die Rauchschwalbe?
    ☐ Kleine Insekten, die sie im Flug fängt. ☐ Feuchte Erde, die sie in Pfützen sammelt. ☐ Körner, die sie im Stall auf dem Boden findet.
  2. ●Wenn am Tag danach alles wehtut
    Nach dem ersten Fußballtraining der Saison tut es am nächsten Tag überall weh. Treppensteigen fällt schwer, und die Beine fühlen sich an wie Holz. Das ist Muskelkater.

    Lange glaubte man, schuld sei eine Säure, die sich beim Sport im Muskel sammelt. Diese Erklärung gilt heute als überholt. Die Säure ist nämlich schon nach kurzer Zeit wieder abgebaut, lange bevor der Schmerz beginnt.

    Heute wissen Forscher: Bei ungewohnter Anstrengung entstehen winzige Risse in den Muskelfasern. Besonders oft passiert das bei bremsenden Bewegungen, zum Beispiel beim Bergablaufen. Der Körper repariert die Risse. Dabei schwillt der Muskel leicht an, und das tut weh.

    Der Schmerz beginnt meist erst einige Stunden später. Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen. Nach etwa einer Woche ist er meistens vorbei.

    Gegen Muskelkater hilft vor allem Geduld. Leichte Bewegung tut oft gut. Wer regelmäßig trainiert, bekommt ihn seltener, denn der Muskel gewöhnt sich an die Belastung.

    überholt: Nicht mehr richtig, weil man inzwischen mehr weiß. Muskelfasern: Die ganz dünnen Fäden, aus denen ein Muskel besteht. Belastung: Die Arbeit oder das Gewicht, das etwas tragen muss.

    Wann ist der Muskelkater oft am stärksten? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Dabei schwillt der Muskel leicht an, und das tut weh. ☐ Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen. ☐ Nach etwa einer Woche ist er meistens vorbei.
  3. ●Blitz und Donner
    Ein Gewitter beginnt oft an einem heißen Sommertag. Die Sonne erwärmt den Boden, und feuchte, warme Luft steigt nach oben. Dort oben ist es viel kälter. Das Wasser in der Luft bildet Tropfen und winzige Eiskörner. So wächst eine hohe, dunkle Wolke. Sie kann über zehn Kilometer hoch werden.

    In der Wolke wirbeln die Tropfen und Eiskörner wild durcheinander. Dabei reiben sie aneinander und laden sich elektrisch auf. Irgendwann entlädt sich diese Spannung. Ein Blitz zuckt durch die Luft.

    Der Blitz ist sehr heiß, heißer als die Oberfläche der Sonne. Er erhitzt die Luft in einem Augenblick. Die Luft dehnt sich so schnell aus, dass es knallt. Diesen Knall hören wir als Donner.

    Licht ist viel schneller als Schall. Deshalb sieht man den Blitz zuerst und hört den Donner später. Zählt man die Sekunden dazwischen, kann man die Entfernung schätzen. Etwa drei Sekunden bedeuten einen Kilometer.

    Wer draußen von einem Gewitter überrascht wird, sollte nicht unter einem einzelnen Baum stehen. Sicherer ist ein Haus oder ein Auto.

    elektrisch: Mit Strom geladen, wie bei einer Batterie. entlädt: Gibt auf einmal ab, was sich angesammelt hat. Entfernung: Wie weit etwas weg ist.

    Wie viele Sekunden zwischen Blitz und Donner bedeuten etwa einen Kilometer?
    ☐ Etwa eine Sekunde, weil Licht so schnell ist. ☐ Etwa zehn Sekunden. ☐ Etwa drei Sekunden.
  4. ●Ein Nest aus Erde und Speichel
    Die Rauchschwalbe ist ein kleiner Vogel mit glänzend blauem Rücken. Ihre Kehle und ihre Stirn sind rostrot. Am Schwanz hat sie zwei lange, spitze Federn. Sie lebt am liebsten auf Bauernhöfen mit Ställen und Tieren.

    Ihr Futter fängt die Schwalbe im Flug. Sie jagt Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten. Bei schönem Wetter fliegt sie dafür hoch am Himmel. Bei schlechtem Wetter jagt sie dicht über dem Boden, denn dort sind die Insekten dann.

    Ihr Nest baut die Schwalbe meist in einem Stall. Dafür sammelt sie feuchte Erde aus Pfützen. Sie formt daraus kleine Kugeln und klebt sie mit Speichel an einen Balken. So entsteht eine offene Schale. Beide Eltern füttern die Jungen. Oft brüten sie zweimal in einem Sommer.

    Im September sammeln sich die Schwalben auf Leitungen. Dann fliegen sie bis weit in den Süden Afrikas. Sie überqueren dabei das Mittelmeer und die Wüste Sahara. Unterwegs fangen sie ihr Futter im Flug. Im April kehren sie zurück.

    Heute gibt es weniger Insekten und weniger offene Ställe. Auch Pfützen sind selten geworden. Deshalb helfen manche Bauern, zum Beispiel mit einem offenen Fenster im Stall.

    Kehle: Der vordere Teil des Halses. Speichel: Die Flüssigkeit im Mund. überqueren: Von einer Seite auf die andere Seite gelangen.

    Was frisst die Rauchschwalbe? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Sie jagt Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten. ☐ Bei schönem Wetter fliegt sie dafür hoch am Himmel. ☐ Ihr Nest baut die Schwalbe meist in einem Stall.
  5. ●Der Platten
    Auf dem Heimweg spürt Jonas plötzlich ein unangenehmes Rütteln im Lenker. Der Hinterreifen ist platt. Es regnet in Strömen, und bis nach Hause sind es noch drei Kilometer.

    Eine ältere Frau in einem grauen Kleinwagen hält neben ihm an. Sie öffnet den Kofferraum und legt das Fahrrad vorsichtig hinein. „Steig ein“, sagt sie freundlich. Im Auto fällt Jonas ein, dass er seinen Namen noch gar nicht gesagt hat. Er flüstert: „Danke.“ Die Frau lächelt nur.

    Rütteln: Ein schnelles Zittern, das man in den Händen spürt. flüstert: Er spricht ganz leise.

    Was ist mit dem Fahrrad passiert?
    ☐ Der Lenker ist gebrochen. ☐ Der Hinterreifen ist platt. ☐ Die Kette ist gerissen.

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Jagd mit dem Echo
    Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. Im Dunkeln helfen ihnen die Ohren mehr als die Augen, weil sie sehr hohe Töne ausrufen, die Menschen nicht hören können.

    Die Töne treffen auf eine Mücke und kommen als Echo zurück. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt. Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. Dort ist sie vor Feinden und vor schlechtem Wetter gut geschützt.

    Echo: Ein Ton, der von einer Wand oder einem Hindernis zurückkommt. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst.

    Was erfährt die Fledermaus aus dem Echo?
    ☐ Wo ihre Höhle liegt. ☐ Wo ihre Beute fliegt. ☐ Wie hoch der Ton ist.
  2. ★Jagd mit dem Echo
    Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. Im Dunkeln helfen ihnen die Ohren mehr als die Augen, weil sie sehr hohe Töne ausrufen, die Menschen nicht hören können.

    Die Töne treffen auf eine Mücke und kommen als Echo zurück. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt. Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. Dort ist sie vor Feinden und vor schlechtem Wetter gut geschützt.

    Echo: Ein Ton, der von einer Wand oder einem Hindernis zurückkommt. Beute: Ein Tier, das ein anderes Tier fängt und frisst.

    Was erfährt die Fledermaus aus dem Echo? Welcher Satz sagt es?
    ☐ Fledermäuse sind Säugetiere und jagen ausschließlich in der Nacht. ☐ Am Tag schläft sie kopfüber in einer Höhle oder auf einem Dachboden. ☐ Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt.

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Drei Kilometer.
  2. Er frisst Regenwürmer, Frösche, Mäuse und große Insekten.
  3. Kleine Insekten, die sie im Flug fängt.
  4. Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen.
  5. Etwa drei Sekunden.
  6. Sie jagt Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten.
  7. Der Hinterreifen ist platt.
  8. Wo ihre Beute fliegt.
  9. Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt.

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Drei Kilometer.
  2. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Er frisst Regenwürmer, Frösche, Mäuse und große Insekten.
  3. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Kleine Insekten, die sie im Flug fängt.
  4. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Am stärksten ist er oft nach ein bis zwei Tagen.
  5. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Etwa drei Sekunden.
  6. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Sie jagt Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten.
  7. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Der Hinterreifen ist platt.
  8. Zeig auf die Stelle im Text. Sagt sie genau das, wonach gefragt ist? → Wo ihre Beute fliegt.
  9. Lies den Satz und dann die Frage. Beantwortet der Satz genau diese Frage? → Aus dem Echo erfährt die Fledermaus, wo ihre Beute fliegt.