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Deutsch · Blatt · Klasse 11

Lyrik und Epik: Stilmittel, Reim und Erzählverhalten

Deutsch

Lyrik und Epik: Stilmittel, Reim und Erzählverhalten

Name:
Klasse:
Datum:
21.10.2026

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Stilmittel benennen: Fragen Sie, was die Sprache im Vers tut. Dann nennen Sie das Stilmittel und belegen es am Vers.

Beispiel: Welches sprachliche Mittel erkennen Sie hier? Begründen Sie Ihre Wahl.
„Die Mauern stehn / Sprachlos und kalt, im Winde / Klirren die Fahnen“
Friedrich Hölderlin

  1. Den Vers laut lesen und fragen, was die Sprache tut.
  2. Hier gilt: Mauern können nicht sprachlos sein; das Wort gehört zu Menschen.
  3. Also: Personifikation (1805).

Ergebnis: Personifikation

Mit Starthilfe

Die Probe steht schon da. Mach sie und kreuze an.

  1. ○Wie heißt das Stilmittel in diesem Vers? Begründen Sie Ihre Wahl.
    „Röslein sprach: Ich steche dich, / Dass du ewig denkst an mich“
    Johann Wolfgang Goethe Starthilfe: Den Vers laut lesen und fragen, was die Sprache tut.
    ☐ Apostrophe ☐ Enjambement ☐ Personifikation

    So fangen Sie an: Probe: Fragen Sie: Wird etwas verglichen, angeredet, vermenschlicht, entgegengesetzt, oder springt der Satz über das Versende?

  2. ○Welches Reimschema hat diese Strophe? Begründen Sie mit den Versenden.
    Frühling lässt sein blaues Band
    Wieder flattern durch die Lüfte;
    Süße, wohlbekannte Düfte
    Streifen ahnungsvoll das Land.

    Eduard Mörike Starthilfe: Das Wort am Ende jeder Zeile lesen.
    ☐ Umarmender Reim ☐ Schweifreim ☐ Kreuzreim

    So fangen Sie an: Probe: Schreiben Sie hinter jede Zeile einen Buchstaben; reimt sich eine Zeile mit einer früheren, bekommt sie denselben.

Üben

Kreuze an. Sag dir die Probe leise vor, bevor du entscheidest.

  1. ●Welches sprachliche Mittel erkennen Sie hier? Begründen Sie Ihre Wahl.
    „Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus, / Flog durch die stillen Lande, / Als flöge sie nach Haus.“
    Joseph von Eichendorff
    ☐ Vergleich ☐ Oxymoron ☐ Antithese
  2. ●Welches Reimschema hat diese Strophe? Begründen Sie mit den Versenden.
    Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
    – Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
    Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif?
    – Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

    Johann Wolfgang Goethe
    ☐ Umarmender Reim ☐ Paarreim ☐ Kreuzreim
  3. ●Welches sprachliche Mittel erkennen Sie hier? Begründen Sie Ihre Wahl.
    „Ein Fichtenbaum steht einsam / Im Norden auf kahler Höh’. / Ihn schläfert; mit weißer Decke / Umhüllen ihn Eis und Schnee.“
    Heinrich Heine
    ☐ Oxymoron ☐ Apostrophe ☐ Personifikation
  4. ●Wie reimt sich diese Strophe? Begründen Sie Ihre Wahl.
    Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
    – Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
    Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif?
    – Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

    Johann Wolfgang Goethe
    ☐ Paarreim ☐ Schweifreim ☐ Umarmender Reim
  5. ●Welches Stilmittel steckt in diesem Vers? Begründen Sie Ihre Wahl am Vers.
    „Ein Fichtenbaum steht einsam / Im Norden auf kahler Höh’. / Ihn schläfert; mit weißer Decke / Umhüllen ihn Eis und Schnee.“
    Heinrich Heine
    ☐ Vergleich ☐ Personifikation ☐ Oxymoron

Weiterdenken

Hier hilft nur die Probe, nicht das Gefühl.

  1. ★Was prägt diesen Vers sprachlich? Begründen Sie am Text.
    „Bedecke deinen Himmel, Zeus, / Mit Wolkendunst“
    ☐ Antithese ☐ Apostrophe ☐ Metapher
  2. ★Welche Reimform zeigt diese Strophe? Begründen Sie Ihre Wahl.
    Der Mond ist aufgegangen,
    Die goldnen Sternlein prangen
    Am Himmel hell und klar;
    Der Wald steht schwarz und schweiget,
    Und aus den Wiesen steiget
    Der weiße Nebel wunderbar.

    ☐ Paarreim ☐ Umarmender Reim ☐ Schweifreim

Eigene Sätze

  1. ★Schreibe drei Sätze über deinen Tag. Bestimme darin, was du heute geübt hast, und schreibe die Probe daneben.

Zum Vergleichen – erst entscheiden, dann umknicken

  1. Personifikation
  2. Umarmender Reim
  3. Vergleich
  4. Paarreim
  5. Personifikation
  6. Paarreim
  7. Personifikation
  8. Apostrophe
  9. Schweifreim

Lösungen mit Probe – für die Lehrkraft

  1. Fragen Sie: Wird etwas verglichen, angeredet, vermenschlicht, entgegengesetzt, oder springt der Satz über das Versende? → Personifikation
  2. Schreiben Sie hinter jede Zeile einen Buchstaben; reimt sich eine Zeile mit einer früheren, bekommt sie denselben. → Umarmender Reim
  3. Fragen Sie: Wird etwas verglichen, angeredet, vermenschlicht, entgegengesetzt, oder springt der Satz über das Versende? → Vergleich
  4. Schreiben Sie hinter jede Zeile einen Buchstaben; reimt sich eine Zeile mit einer früheren, bekommt sie denselben. → Paarreim
  5. Fragen Sie: Wird etwas verglichen, angeredet, vermenschlicht, entgegengesetzt, oder springt der Satz über das Versende? → Personifikation
  6. Schreiben Sie hinter jede Zeile einen Buchstaben; reimt sich eine Zeile mit einer früheren, bekommt sie denselben. → Paarreim
  7. Fragen Sie: Wird etwas verglichen, angeredet, vermenschlicht, entgegengesetzt, oder springt der Satz über das Versende? → Personifikation
  8. Fragen Sie: Wird etwas verglichen, angeredet, vermenschlicht, entgegengesetzt, oder springt der Satz über das Versende? → Apostrophe
  9. Schreiben Sie hinter jede Zeile einen Buchstaben; reimt sich eine Zeile mit einer früheren, bekommt sie denselben. → Schweifreim